Der Baby-Blues ist nicht zu verwechseln mit einer Schwangerschaftsdepression. Denn Letztere trifft weniger Frauen und macht es der Mutter oftmals über einen langen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten unmöglich, ihr Neugeborenes als ihr Baby anzunehmen und vor allem zu lieben. Beim Baby-Blues handelt es sich um vorübergehende Stimmungsschwankungen.

Der Baby-Blues – auch Heultage genannt

Vor dem Baby-Blues hingegen ist kaum eine frisch gebackene Mutter gefeit, auch wenn er ein sehr unliebsamer Gast ist. Pünktlich ab ca. dem dritten Tag nach der Entbindung schleicht er sich – natürlich ohne ein liebevolles Geschenk der Aufmerksamkeit – zu Mutter und Kind ins Wochenbett.

Woran man den Baby-Blues erkennt:

An seiner Angst einflößenden Aura, die sich auf die Mutter überträgt. Von Himmel hoch jauchzend ist sie auf einmal zu Tode betrübt und geplagt von der Angst, als Mutter zu versagen. Der Baby-Blues flüstert ihr dabei fortwährend ins Ohr, dass sie die Verantwortung nicht tragen kann, mit dem Baby nicht nur die eigene Existenz, sondern die ihrer gesamten Familie aufs Spiel gesetzt hat, dass sie das Ganze nie finanziell stemmen können wird, nicht wieder in den Beruf zurück findet und sich vor allem nicht gleichzeitig und gleichberechtigt um sich, ihr Baby und ihren Mann kümmern kann. Von Verlassen-Werden und Scheidung mal ganz zu schweigen.

Baby-Blues Symptome:

  • Stimmungsschwankungen
  • Erschöpfung und Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Reizbarkeit
  • Traurigkeit
  • Versagensängste

Kurz: Der Baby-Blues ist echt zum Kotzen!

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Wann geht der Baby-Blues vorbei?

Doch wenn Sie wissen, wer die Schuld an Ihrem Gefühlschaos trägt und wie Sie den Baby-Blues so schnell wie möglich wieder aus Ihrem Zimmer und vor allem aus Ihrem Gefühlsleben schmeißen können, ist der ungebetene Gastb auch schon fast wieder aus der Tür.

Der Baby-Blues oder im Volksmund auch Heutage genannt, können von einige Stunden oder wenige Tage andauern. Nach maximal zwei Wochen sollte sich das vorübergehende Stimmungstief wieder verzogen haben.

Stillen als Stimmungsaufheller

Schuld an den nagenden Ängsten sind auch hier wieder die Hormone. Doch Ihr Körper stellt sich nicht nur nach der Entbindung wieder um, sondern ihm fehlt auch die Plazenta mit all ihren darin vormals enthaltenen Botenstoffen. Diese können Sie natürlich nicht zurückholen, aber die stimmungsaufhellenden Hormone, die Ihr Körper jetzt braucht, können Sie selbst regulieren. Denn Sie werden immer genau dann frei gesetzt, wenn Sie Ihr Baby stillen.

Je früher und je häufiger Sie Ihr Baby also in den ersten Tagen nach der Geburt anlegen, desto schneller ist der Baby-Blues vorbei. Und ganz nebenbei: Lassen Sie sich nichts einreden. Sie werden eine tolle Mutter sein!

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Photo by Emily Leake on Unsplash