Bei der Fontanelle handelt es sich um Weichstellen, die unter der Kopfhaut der Babys liegen. Oft können die Eltern den Pulsschlag unter dieser Stelle erkennen und sorgen sich. Dafür dafür gibt es keinen Grund, denn die Fontanelle verschließt sich innerhalb der ersten beiden Lebensjahre von alleine.

Warum haben Babys Fontanellen?

Jedes Baby hat insgesamt sechs Fontanellen, von denen zwei als die Hauptfontanellen bezeichnet werden. Auffällig ist meistens die große Hauptfontanelle, die sichtbar auf dem vorderen Schädel liegt. Die kleine Hauptfontanelle liegt auf dem Hinterkopf, die vier weiteren kleineren Fontanellen liegen am Hinter- und am Vorderkopf. Diese weichen Stellen haben ein festes Bindegewebe und verknöchern erst später.

Die Fontanelle ist wichtig, da sie dem Baby dabei hilft, durch den engen Geburtskanal zu gelangen. Denn bei diesem Vorgang verschieben sich die Schädeldecken, was nicht möglich wäre, wenn der Schädel bereits verknöchert wäre. Das führt manchmal dazu, dass das Baby direkt nach der Geburt einen deformierten Kopf hat. Das sollte die Eltern jedoch nicht beunruhigen, denn diese Deformation verschwindet schon nach wenigen Wochen wieder von selbst.

Die Fontanellen verschließen sich von alleine

Den Zeitpunkt dafür, kann man nicht generell bestimmen, denn er variiert bei jedem Baby. Meistens fängt die große Hauptfontanelle nach circa fünf Monaten an, sich zu verschließen. Bis zum zweiten Lebensjahr dauert dieser Prozess. Die kleine Hauptfontanelle dagegen verschließt sich bereits nach zwei Monaten, die vier anderen verschwinden mit dem ersten Lebensjahr.

Bei Zweifel den Arzt fragen

Wenn Zweifel oder Unsicherheiten bei den Eltern bestehen, sollte diese in jedem Fall den Kinderarzt befragen. Er kann mit Sicherheit sagen, ob sich die Fontanellen altersgerecht zurück entwickelt haben.