Etwa in der Mitte des Monatszyklus findet der Eisprung statt. Die Zeit unmittelbar davor und kurz danach sind die Tage, in denen eine Frau schwanger werden kann. Wann genau der Eisprung stattfindet, ist von Frau zu Frau und teilweise auch von Monat zu Monat verschieden. Generell geht man davon aus, dass der Eisprung etwa zehn bis 14 Tage nach dem Einsetzen der letzten Monatsblutung stattfindet – durch die individuell sehr unterschiedliche Dauer der Zyklen kann es jedoch auch zu einem anderen Zeitpunkt zum Eisprung kommen. Messungen der Basaltemperatur oder der Einsatz von Zykluscomputern helfen Frauen dabei, ihre Eisprungphase zu ermitteln.

In der Zeit zwischen dem Beginn der letzten Periode und dem Eisprung bereitet sich der Körper der Frau auf eine mögliche Empfängnis vor. Das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel der Hormone bewirkt das Heranreifen mehrerer und die Ausbildung eines Eibläschens (auch als Follikel bezeichnet), welches sich durch den Eisprung dann vom Eierstock löst. Ohne diesen Eisprung wäre eine Befruchtung des Follikels im Eileiter nicht möglich.

Doch der Eisprung allein reicht nicht für den Beginn einer Schwangerschaft. Der Zervixschleim, also der Schleim, der aus dem Gebärmutterhals dringt, wird in der Zeit vor dem Eisprung flüssiger und damit durchlässiger für Spermien. Und damit sich das nach dem Eisprung befruchtete Follikel auch in der Gebärmutter einnisten kann, wird dort, im Uterus, in der ersten Hälfte des Monatszyklus die Schleimhaut aufgebaut. Man kann sich das etwa so vorstellen, als würde der weibliche Unterleib ein Nest für das Ei bauen – wird dieses Nest in einem Zyklus nicht benötigt, weil es nicht zu einer Befruchtung gekommen ist, baut die Gebärmutter die zusätzlich entwickelte Schleimhaut wieder ab, welche dann mit der nächsten Regelblutung aus dem Körper ausgeschwemmt wird.

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Während das Follikel nur bis zu 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtungsfähig ist, haben die Spermien, die sich nach dem Geschlechtsverkehr im weiblichen Körper befinden, eine längere Überlebensdauer – und auch eine längere Befruchtungsfähigkeit. Bis zu 36 Stunden können sie im weiblichen Unterleib „ausharren“, wodurch die Tage unmittelbar vor dem Eisprung als die fruchtbarsten gelten.

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