Neben dem normalen Ultraschall, bei dem vor allem Wachstum und Lage des Ungeborenen überwacht werden, und der Überwachung von Blut- und Urinwerten der Mutter ist die sogenannte Dopplersonographie eine weitere Möglichkeit zur pränatalen Diagnostik, die vor allem bei Problem- oder Risikoschwangerschaften meist ab der 20. Schwangerschaftswoche und später eingesetzt wird.

Dopplersonographie: Funktionsweise und Anwendungsgebiete

Die Dopplersonographie beruht auf einem speziellen physikalischen Effekt, der es dem Arzt möglich macht, den Blutfluss in den ausgewählten Gefäßen durch farbliche und akustische Signale sicht- und hörbar zu machen. In der Schwangerschaft wird so der Blutfluss des Kindes überwacht und somit eine Minderversorgung oder akute/chronische Erkrankung frühzeitig erkannt, aber auch die Funktion und Durchblutung der Plazenta überprüft.

Dopplersonographie: Anwendung in der Schwangerschaft

  • Verdacht auf Herzerkrankungen des Kindes
  • Verdacht auf Wachstumsstopp oder Minderung des zeitgemäßen kindlichen Wachstums
  • zu wenig Fruchtwasser (Oligohydramnion)
  • Schwangerschaftserkrankungen der Mutter wie SIH (Schwangerschaftsindizierter Bluthochdruck) und
  • Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie), Diabetes Mellitus, Nierenerkrankungen, HELLP-Syndrom
  • Verdacht auf Fehlbildungen des Kindes
  • Mehrlingen
  • Plazentaauffälligkeiten wie Verkalkung
  • bekannten Problemen und Auffälligkeiten vorausgehender Schwangerschaften wie Früh- oder Mangelgeburten
  • Übersteigen der 40. SSW

Dopplersonografie: Gibt es Risiken für das Ungeborene?

Die Untersuchung mittels des Dopplersonographen ist für das Kind unschädlich und birgt keinerlei Risiken für Mutter und Kind. Im Gegenteil können durch diese Untersuchungsmethode bereits pränatale Krankheiten lokalisiert und diagnostiziert und so effektives und schnelles Handeln nach der Geburt eingeleitet werden. Ebenso kann sie als Entscheidungshilfe zur Geburtsplanung dienen.

Ebenso dient die Dopplersonographie auch dem Ausschluss diverser Krankheiten und kann so zur Beruhigung der Mutter beitragen, um eine stresslose Restschwangerschaft zu gewährleisten. Zusammen mit der regelmäßigen Ultraschalluntersuchung ist so eine lückenlose Überwachung des Ungeborenen gewährleistet.