Etwa jedes dritte Kind in Deutschland wird per Kaiserschnitt geboren. Nach der Operation zeigt sich oberhalb des Schambeins die Kaiserschnittnarbe. Sie ist insbesondere in den ersten Wochen sehr auffällig, was viele Frauen als störend empfinden. Mit der richtigen Narbenpflege wird die Wundheilung gefördert und die Wunde heilt gut ab. So wird die Kaiserschnittnarbe nach ein paar Monaten nicht mehr so auffällig sein. Sie wird aussehen wie eine feine weiße Linie.

Die ersten fünf Tage nach dem Kaiserschnitt

Der Kaiserschnitt ist ein etwa 10 bis 20 cm langer Schnitt. Nach der Geburt des Kindes wird der Schnitt mit einer Naht oder mit Klammern geschlossen. Nach wenigen Stunden beginnt sich die Wunde zu schließen und verklebt. Bereits nach fünf bis zehn Tagen werden die Fäden gezogen oder die Klammern entfernt. Lassen Sie die Narbe vor allem in den ersten fünf Tagen in Ruhe.

Sie können allerdings schon direkt am Tag nach dem Kaiserschnitt mit klarem Wasser, aber ohne Duschgel, duschen. Auf das Baden sollten Sie vorerst verzichten. Duschen Sie nur dann, wenn Sie sich ausreichend fit fühlen. Tupfen Sie die Wunde im Anschluss vorsichtig trocken. Wenn die Fäden gezogen wurden oder die Klammern entfernt sind, dürfen Sie wieder Duschgel benutzen. Verzichten Sie weiterhin auf das Baden, bis Ihre Kaiserschnittnarbe komplett verheilt ist. Wenn die Narbe noch nicht richtig verheilt ist, kann das Gewebe bei einem Bad zu stark aufweichen.

Tragen Sie in der ersten Zeit lockere Kleidung, damit der Stoff nicht an der Narbe scheuert oder Druck auf sie ausübt. Wenn Sie zu enge Kleidung tragen, kann die Kaiserschnittnarbe schmerzen.

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Die Kaiserschnittnarbe zwei bis drei Wochen nach dem Kaiserschnitt

Die Kaiserschnittnarbe braucht etwa zwei bis drei Wochen, bis die äußere Wunde gut verheilt ist. Die Narbe wird voraussichtlich noch rot und leicht geschwollen sein. Dies ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Bis die Kaiserschnittnarbe ihren endgültigen Zustand erreicht hat, kann es bis zu einem Jahr dauern. Wenn die Kruste von der Narbe abgefallen ist, können Sie mit der Narbenpflege beginnen.

Was bringt die Narbenpflege?

Durch die gezielte Narbenpflege tragen Sie zur besseren Heilung der Kaiserschnittnarbe bei. Durch die Pflege und das Massieren, wir sie unauffälliger. Die Pflege der Narbe ist jedoch nicht nur aus kosmetischen Gründen sinnvoll, sondern auch um die weitere Heilung anzuregen.

Viele Frauen klagen nach einem Kaiserschnitt über Empfindungsstörungen im Bereich der Narbe wie Taubheit, Kribbeln oder gar Schmerzen. Dies kann vor allem dann geschehen, wenn die Muskelfasern und Nervenenden während des Kaiserschnitts beschädigt wurden.

Die Kaiserschnittnarbe 1 Monat nach dem Kaiserschnitt

Zu diesem Zeitpunkt wird die äußere Wunde schon gut verheilt sein. Allerdings ist ein Kaiserschnitt ein großer Eingriff. Die Heilungszeit sollte man nicht unterschätzen, auch wenn die Narbe von außen nun weniger sichtbar ist als zu Beginn. In den ersten Monaten nach dem Kaiserschnitt dürfen Sie nicht schwer heben. Tragen Sie große Einkäufe in kleineren Mengen.

Achten Sie darauf, wie Sie sich fühlen. Ihr Körper gibt Ihnen unmissverständlich zu verstehen, wenn es ihm zu viel wird. Ihr Baby können Sie von Anfang an tragen.

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Tragen Sie einen Bauchgurt

Um Ihren Bauch zur Rückbildung anzuregen, können Sie nach der Geburt einen Bauchgurt  tragen. Die Bauchmuskeln wurden während der Schwangerschaft sehr stark gedehnt. Sie müssen sich also erst zurückbilden. Nach dem Kaiserschnitt müssen sie etwas länger warten, als nach einer natürlichen Geburt, ehe Sie mit der Rückbildungsgymnastik beginnen dürfen. Der Bauchgurt fühlt sich dementsprechend sehr angenehm an, da er den Bauch stabilisiert.

Bis zu einem Jahr nach dem Kaiserschnitt

Im ersten Jahr sollten Sie Ihre Kaiserschnittnarbe nicht dem direktem Sonnenlicht aussetzen. Narbengewebe kann nur eingeschränkt oder gar keine Pigmente bilden. Die Narbe kann also durch das Sonnenlicht dauerhaft dunkel oder hell verfärben. Verzichten Sie deshalb im ersten Jahr auf Sonnenbäder und das Solarium.

Die Narbenmassage

Wenn Ihre Kaiserschnittnarbe äußerlich abgeheilt ist, können Sie mit der Narbenmassage beginnen. Sie hilft das Narbengewebe geschmeidig zu machen. Die Narbe wird dann später nicht spannen oder sich von der Haut abheben. Durch die Massage wird zudem die Durchblutung angeregt und die Wundheilung gefördert. Das Massieren der Narbe hilft außerdem bei der Regeneration der Nervenzellen und kann gegen Kribbeln oder Taubheitsgefühle helfen. Nutzen Sie für die Narbenpflege bzw. die Massage pflegende Öle wie Mandelöl. Sie können auch Ringelblumensalbe  verwenden. Sie wirkt entzündungshemmend und lindert Schwellungen.

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Ziehen Sie die Kaiserschnittnarbe beim Massieren nicht auseinander. Streichen Sie mit den Fingern von links nach rechts an der Narbe entlang. Als nächstes machen Sie oberhalb und unterhalb der Narbe sanfte kreisende Bewegungen zur Narbe hin. Dann streichen Sie mit den Fingern von oben und unten zur Narbe hin. Zuletzt streichen Sie direkt von oben und unten über die Narbe. Achten Sie darauf, dass Sie sich während der Massage wohlfühlen. Die Berührungen dürfen nicht schmerzhaft oder unangenehm sein. Wenn Ihnen eine Massagetechnik nicht gut tut, lassen Sie sie weg und versuchen Sie sie lieber zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Führen Sie die Narbenmassage täglich zweimal für fünf bis zehn Minuten durch.

Narbenmassage nach dem Kaiserschnitt : Die verschiedenen Massagetechniken

Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme oder Ihrem Hausarzt bezüglich der Kaiserschnittnarbe beraten

Bläuliche Flecken

Lassen Sie die Kaiserschnittnarbe regelmäßig von Ihrer Hebamme oder Ihrem Hausarzt überprüfen. Zu Beginn kann die Narbe bläuliche Flecken aufweisen oder Ansammlungen von Gewebswasser. Das ist völlig normal. Der Körper baut diese nach zwei bis drei Wochen von selbst wieder ab.

Die Narbe juckt

Die Narbe wird irgendwann zu jucken beginnen. Auch das ist kein Grund zur Sorge. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Wunde gut verheilt. Falls Ihnen etwas merkwürdig vorkommt, sagen Sie dies Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt. Wenn die Narbe nach Besserung plötzlich anfängt zu pochen oder zu schmerzen, kann dies auf eine Infektion hinweisen. Wenn Blut oder Eiter aus der Narbe austritt, müssen Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

Narbenpflaster können helfen

Wenn die Kaiserschnittnarbe nur schlecht abheilt oder die Narbe sehr wulstig erscheint, kann ein Narbenpflaster  helfen. Das Pflaster hilft dabei, Stoffwechselprozesse anzuregen und die Regeneration des Bindegewebes zu unterstützen.

Das Pflaster ist in Apotheken erhältlich. Es lässt die Narbe flacher und blasser werden. Verwenden Sie es erst, nachdem die Fäden oder Klammern entfernt wurden und die Wunde vollständig verschlossen ist.

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