Kartoffelwickel und Wadenwickel gelten als Geheimtipps aus Großmutters patenter Rezepte-Truhe. Das jedoch ist nur eine ihrer Gemeinsamkeiten. Die zweite Gemeinsamkeit ist, dass beide zu den ältesten, effektivsten und natürlichsten Heilmitteln zählen. Dann aber hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder auf. Denn während beim Wadenwickel wohl jeder weiß, dass er fiebersenkend wird, sind bei der Frage nach dem Anwendungsgebiet von Kartoffelwickeln viele überfordert. Dabei sind Kartoffelwickel ein Geheimrezept bei Halsschmerzen.

Und so funktioniert der Kartoffelwickel:

Zuerst einmal müssen vier mittelgroße Kartoffeln samt ihrer Schale gekocht werden. Sind sie weich, werden sie aus dem Kochwasser genommen, damit sie ein wenig abkühlen können. Sie sollten noch heiß genug sein, um ihre wärmende Funktion übernehmen zu können, aber nicht zu heiß, um eine Verbrennungsgefahr zu vermeiden. Dann werden sie geschält, mit einer Gabel zerkleinert bzw. zerdrückt und in ein sauberes Tuch eingeschlagen. Dafür empfiehlt sich beispielsweise ein Küchentuch. Das Tuch schön nah um den Hals wickeln und gegebenenfalls mit einem Schal, der für Halt und Rutschfestigkeit sorgt, stabilisieren. Den Kartoffelwickel für ca. eine Stunde sein heilendes Werk tun lassen und bei Bedarf gegebenenfalls erneuern.