Windpocken treten meist im Kleinkind- und Vorschulalter auf. In Windeseile verteilen sich hochgradig ansteckende Viren (Varizella-Zoster) via Tröpfcheninfektion. Eine Übertragung ist selbst über mehrere Meter möglich.

Windpocken Symptome:

  • häufig kein oder nur kurz andauerndes Fieber, zuweilen Kopf- und Gliederschmerzen
  • danach typischer Pusteln im Gesicht und am Rumpf (Bauch und Rücken), anschließend an Gliedmaßen, Kopfhaut, seltener an Schleimhäuten (Mund, Nase, Augen) sowie im Genitalbereich
  • Ausschlag: stark juckende, linsengroße Bläschen mit klarer Flüssigkeit, die später eintrübt, eintrocknet und Krusten bildet
  • innerhalb einer Woche heilen die Krusten ab

Windpocken Krankheitsverlauf:

Vom Anstecken bis zum Sichtbarwerden der ersten Papeln dauert es knapp zwei bis drei Wochen, in der Regel 14 bis 17 Tage. Die Krankheit an sich währt drei bis fünf Tage und verläuft normalerweise komplikationslos. In seltenen Fällen gesellen sich andere Erreger dazu, die beispielsweise eine Lungenentzündung verursachen. Vereinzelt (2-3 von 10.000 Patienten) wurden auch Koordinationsstörungen oder eine Sepsis (großflächige Infektion des Körpers) beobachtet. Aufgrund des massiven Juckreizes ist es ratsam, Kindern die Fingernägel kurz zu halten. Ansonsten bleiben vom Kratzen Narben zurück.

Maßnahmen:

Natürlich gehört ein Kind mit Verdacht auf Windpocken zum Arzt. Bestätigt er die Annahme, beschränkt sich seine Medikation oft Fiebersenkung und Juckreizstillung. Feuchte, kühle Umschläge oder das Baden im lauwarmen Wasser lindern die Beschwerden. Homöopathisch kann mit Rhus toxicodendron bei normalem Verlauf behandelt werden. Aconitum ist beim stürmischen Beginn der Krankheit und einem verängstigtem Kind angezeigt. Hat die Krustenbildung eingesetzt, wird Antimonium crudum empfohlen.

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Wichtig:

Windpocken sind eher zahm. Sie setzen dem Kind kaum zu. Trotzdem soll der kleine Patient sich ausreichend kurieren und regenerieren, ansonsten besteht die Gefahr einer Gürtelrose im Erwachsenenalter.

Neugeborene haben bis drei Monate nach der Geburt den sogenannten sicheren Nestschutz, sofern die Mutter immun ist.