Endlich wird es wieder wärmer! Der Sommer lässt nicht mehr lange auf sich warten. Schon jetzt klettert das Thermometer an manchen Tagen in ungeahnte Höhen. Die Wärme, die Erwachsene so lieben, kann für Sommerbabys sehr anstrengend und mitunter sogar zu einer Gefahr werden. Wie soll man mit einem Baby an heißen Tagen umgehen und was ist überhaupt ein Sommerbaby?

Was ist ein Sommerbaby?

Bei einem Sommerbaby handelt es sich um einen Säugling, der im Sommer geboren wurde. Säuglinge haben besondere Bedürfnisse und vertragen die Hitze nicht so gut wie Kinder oder Erwachsene und selbst Erwachsene klagen oftmals über die Hitze. Sie können sich im Zweifelsfall abkühlen, ein Eis essen oder sich ein schattiges Plätzchen suchen. Ihr Sommerbaby kann das nicht und ist auf Sie angewiesen. Diese folgenden 10 Tipps werden Ihnen dabei helfen, Ihrem Baby die heißen Tage erträglicher zu machen.

1. Ein kühles Schlafzimmer ist das A & O beim Sommerbaby

Ihr Sommerbaby wird vor allem in den ersten Monaten viel Schlaf benötigen. Im Schlafzimmer schläft es sich nicht sehr gut, wenn es zu warm ist. Ihr Kind wird sich in diesem Fall ganz bestimmt durch Schreien bemerkbar machen. Sorgen Sie lieber für ein kühles Schlafzimmer. Lüften Sie am frühen Morgen und am späten Abend.

Nutzen Sie möglichst die Zugluft aus. Bringen Sie feuchte Handtücher am Fenster an. Durch die Zugluft, wirkt die Feuchtigkeit kühlend, indem sie Verdunstungskälte erzeugt. Lassen Sie die Rollos tagsüber geschlossen, sofern Ihr Baby noch nicht groß genug ist, um in dem Zimmer zu spielen. Wenn Sie keine Rollos besitzen, können Sie Sonnenschutzfolien an den Fenstern anbringen.

2. Unterwegs ist ein Tuch oder eine dünne Decke unerlässlich

Draußen herrschen Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius. Ihr Sommerbaby wird dementsprechend schwitzen. Allerdings ist der Organismus Ihres Säuglings noch nicht so stark, um die Wärme richtig zu regulieren. Es empfiehlt sich also, dass Neugeborene möglichst dünn anzuziehen.

Wenn Ihr Baby unterwegs im Kinderwagen nur einen Body anhatte und Sie in klimatisierte Einkaufzentren oder Cafés gehen, denken Sie daran, dass Ihrem Baby nun kalt wird, wenn es zuvor geschwitzt hat. Sie können Ihrem Baby nun vorübergehend einen Strampler anziehen. Ein dünnes Tuch oder eine dünne Decke reicht jedoch völlig aus.

Mit dem Tuch können Sie Ihr Sommerbaby an heißen Sommertagen auch dann schützen, wenn es geschwitzt hat und plötzlich Wind aufkommt. Wichtig ist dann, dass die Ohren und der Kopf Ihres Kindes geschützt sind. Sie können das Tuch locker um den Kopf Ihres Kindes legen oder als Sonnenschutz über den Kinderwagen. Wichtig ist, dass der Kinderwagen im Schatten steht und noch eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist.

3. Sommerbabys haben viel Durst

Sie stillen Ihr Baby? Dann benötigt es keine anderen Getränke. Ihr Säugling wird jedoch nun häufiger trinken wollen als üblich. Er hat nicht mehr Hunger, sondern einfach nur schlichtweg Durst. Die Milch wird erst mit zunehmender Stilldauer nahrhaft. Zu Beginn dient sie nur dazu, um den Durst des Kindes zu stillen. Wichtig ist, dass Sie selbst auch viel trinken.

Wenn Sie nicht stillen und Ihr Baby mit Säuglingsnahrung ernähren, braucht es zusätzliche Flüssigkeit zum Trinken wie zum Beispiel Wasser. Babymilch würde nur die Kalorienzufuhr erhöhen. Ihr Sommerbaby würde also recht schnell an Gewicht zulegen. Sie ernähren Ihr Kind bereits mit Brei? Dann darf es Wasser, Tees oder verdünnte Säfte trinken. Vielleicht kann es ja sogar schon sein erstes Wassereis trinken oder eingefrorene Wassermelone probieren.

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4. Ein Sonnenhut ist Pflicht

Wenn Sie mit Ihrem Baby nach draußen gehen, braucht es in jedem Fall einen Sonnenhut  . Dieser schützt das Köpfchen vor der starken Sonneneinstrahlung und somit vor dem Überhitzen. Er spendet Schatten und schützt die Augen Ihres Sommerbabys. Darüber hinaus schützt er ein wenig vor Sonnenbrand. Besonders gut sind Sonnenhüte, mit einer längeren Krempe, die den Nacken schützen.

5. Ein Sonnenschirm spendet Schatten

Neben einem Sonnenhut ist auch ein Sonnenschirm oder Sonnensegel  zu empfehlen. Diese lassen sich leicht am Kinderwagen anbringen. Heutzutage gibt es auch schon Kinderwagen, die bereits über einen integrierten Sonnenschirm verfügen. Dieser ist vor allem dann wichtig, wenn Sie sich an Orten aufhalten, an denen es nur wenige oder keine Schattenplätze gibt.

6. Tipps für einen kühlen Schlaf

Unabhängig davon, ob Sie zu Hause oder mit dem Kinderwagen unterwegs sind, Ihr Sommerbaby braucht Schlaf. Zum Schlafen reicht ein dünner Babybody mit kurzen Ärmeln aus. Der Body sollte möglichst aus Baumwolle sein, da diese gewissermaßen einen kühlenden Effekt hat, indem sie den Schweiß des Kindes aufsaugt und somit für eine trockene Haut sorgt. Zudem braucht Ihr Baby einen dünnen Schlafsack. Sollte dieser noch zu warm sein, reicht eine leichte Decke oder ein dünnes Baumwolltuch aus.

Ventilatoren sind im Schlafzimmer Ihres Kindes absolutes Tabu. Neugeborene Sommerbabys sind einfach noch zu empfindlich und können sich schnell eine Lungenentzündung holen. Lassen Sie lieber das Fenster über Nacht auf und schließen Sie es am Morgen, damit die Wärme nicht in das Zimmer kommt.

7. Woran erkenne ich, dass mein Baby trinken muss?

Die meisten Sommerbabys machen sich durch quengeln oder weinen bemerkbar. Dennoch ist es immer gut, wenn Sie im Auge behalten, ob Ihr Baby ausreichend getrunken hat. Schauen Sie sich die Fontanelle am Kopf an oder tasten Sie sie ganz vorsichtig ab. Wenn Sie dort eine Delle fühlen oder sehen, ist es Zeit dafür, Ihrem Kind etwas zu trinken zu geben.

Für gewöhnlich reicht Muttermilch aus, wenn Sie Ihr Kind stillen. Säuglinge die mit Babymilch ernährt werden, benötigen zusätzliche Flüssigkeit. Ebenso Babys, die dehydriert sind. Verabreichen Sie Ihrem Kind in diesem Fall abgekochtes Wasser, das abgekühlt ist. Geben Sie Ihrem Neugeborenen das Wasser mit Hilfe einer Flasche oder eines Löffels.

8. Planschen macht Mutter und Sommerbaby Spaß

An heißen Sommertagen ist ein Ausflug an den Strand oder ins Freibad naheliegend. Allerdings ist Ihr Sommerbaby noch zu schwach, um den Bakterien in Freibädern oder am Strand etwas entgegenzusetzen. Das Immunsystem ist einfach noch nicht ausreichend entwickelt. Baden Sie lieber zu Hause und stellen Sie ein Planschbecken auf. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.

9. Abkühlung für unterwegs

Es ist brütend heiß und trotz dünner Bekleidung und Sonnenschutz schwitzt Ihr Kind wie verrückt? Kühlen Sie es doch mit Hilfe eines feuchten Waschlappens oder einer Sprühflasche ab. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Kind keine Zugluft abbekommt.

10. Sonnencreme schützt Ihr Baby vor einem Sonnenbrand

Wenn die Sonne scheint, ist Ihr Baby auf einen guten Sonnenschutz und Sonnencreme angewiesen. Cremen Sie alle Körperstellen ein, die nicht bedeckt sind. Dadurch können Sie einen Sonnenbrand verhindern. Ein Sonnenbrand bei Sommerbabys kann das Risiko im späteren Leben Hautkrebs zu entwickeln drastisch steigern.

Mit diesen Tipps kommen Sie und Ihr Neugeborenes gesund und munter durch den Sommer.