Aus dem Becher trinken wie die Großen: Das ist am Anfang gar nicht so einfach. Um Babys den Übergang von Mamas Brust beziehungsweise von der Nuckelflasche zu herkömmlichen Bechern zu erleichtern, gibt es sogenannte Trinklernbecher. Gezielt eingesetzt, sind sie im Alltag eine praktische Hilfe.

Was ist ein Trinklernbecher?

Trinklernbecher bestehen zumeist aus robustem Kunststoff und sind bpa-frei, das heißt, sie enthalten kein Bisphenol A – ein Stoff, der sich negativ auf das Hormonsystem auswirken soll. Einige Hersteller bieten mittlerweile auch Produkte aus Edelstahl an, die jedoch schwerpunktmäßig für ältere Babys gedacht sind. Trinklernhilfen sind also deutlich widerstandsfähiger und nicht so zerbrechlich wie zum Beispiel ein Glas.

Anders als herkömmliche Becher verfügen die meisten Trinklernbecher über Deckel beziehungsweise Aufsätze mit speziellen Trinkvorrichtungen, die je nach Hersteller und Modell unterschiedlich funktionieren.

Einige Varianten sind zudem mit zwei festen Griffen ausgestattet, damit Ihr Kind sie besser festhalten kann.
Trinklernbecher unterstützen Ihr Baby dabei, eigenständig zu trinken. Zugleich sind die Modelle mit Aufsatz auch auslaufsicher und verhindern, dass gerade bei den ersten, zumeist noch ungelenken Versuchen zu viel Flüssigkeit herausströmt. Denn es gelangt immer nur so viel in den Mund, wie Ihr Baby aus dem Trinklernbecher heraussaugt. Die Gefahr, sich zu verschlucken, wird dadurch deutlich verringert. Und auch für Sie als Eltern wird es sicherlich eine Erleichterung sein, wenn nicht jedem Schluck gleich eine mittelprächtige Überschwemmung folgt. Vor allem für unterwegs sind Trinklernbecher mit Aufsätzen eine praktische Angelegenheit.

Ab wann ist die Anschaffung eines Trinklernbechers sinnvoll?

Im Laufe der ersten Monate benötigen Stillkinder keinerlei zusätzliche Flüssigkeit, und auch bei Flaschenkindern ist der Bedarf auf wenige Ausnahme begrenzt, zum Beispiel bei Erkrankungen wie Durchfall. Anders sieht es aus, wenn der Zeitpunkt für die Beikost gekommen ist. Dies ist meist der Fall, wenn Ihr Baby sechs Monate alt ist. Jetzt benötigt Ihr Baby zusätzliche Flüssigkeit. Die Entwicklung eines Kindes verläuft jedoch stets individuell. Sollten Sie mit Ihrem Baby schon Trink-Versuche aus dem Becher unternehmen, wenn es jünger als sechs Monate alt ist, dann achten Sie darauf, ob Ihr Kind bereits seinen Kopf alleine halten kann und Interesse an gemeinsamen Mahlzeiten zeigt. Diese Anzeichen signalisieren Ihnen, ob Ihr Kind bereits die nötige Reife besitzt.
Mit Beginn der Beikost sollten Sie Ihrem Kind dann zusätzliche Getränke anbieten, vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Früchtetees.

Welche Trinklernbecher gibt es und wie funktionieren sie?

Es werden eine Vielzahl an Trinklernbechern und Trinklernflaschen angeboten. Sie haben verschiedene Aufsätze, Trinktüllen oder Sauger, zum Teil auch Strohhalme. Im Wesentlichen können Eltern aber zwischen drei Arten von Trinklernbechern unterscheiden.

  • Becher mit Trinkschnabel
  • Rundum-Trinkrand
  • offener Rand

Dazu zählen Gefäße mit Trinkschnabel, mit Rundum-Trinkrand und Trinklernbecher mit offenem Rand. Einige Hersteller bieten darüber hinaus komplette Sets mit verschiedenen Aufsätzen an, um sich an die Entwicklung der Babys und Kleinkinder anzupassen. In den meisten Fällen bestehen die Trinklernbecher aus Kunststoff und sind bpa-frei.

Trinklernhilfen mit Trinkschnabel

Diese Varianten sind mit einem abgewinkelten Trinkschnabel oder Sauger ausgestattet, der je nach Hersteller und Modell aus weichem oder festerem Material besteht. Eine weiche Trinktülle ist eher für jüngere Babys geeignet – wenn sie etwa sechs Monate alt sind -, eine festere Trinktülle für ältere Kinder. Diese Schnabelbecher oder Schnabeltassen haben den Vorteil, dass Ihr Baby den Kopf bei seinen ersten Trinkversuchen noch nicht so weit in den Nacken legen muss. Ihr Schatz kann den Schnabel leicht in den Mund nehmen und die Flüssigkeit aus dem Becher saugen. Modelle mit Schnabel-Aufsatz gibt es mit und ohne Griffe. Sie gelten als auslaufsicher und sind daher vor allem für unterwegs gut geeignet. Sie werden aus Kunststoff – vielfach bpa-frei – oder aus Edelstahl angeboten.

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Becher mit (360 Grad-)Trinkrand

Diese Trinklernhilfen verfügen über einen Deckel mit einer speziellen Dichtung. Sie sind so konzipiert, dass Ihr Kind an jeder Stelle des Randes trinken kann. Einen Trinkschnabel ist nicht vorhanden. Sobald die Kinder am Trinkrand saugen, öffnet sich an dieser Stelle die Dichtung und die Flüssigkeit gelangt hinaus. Auch diese Bechervariante ist auslaufsicher; Hersteller haben Modelle mit und ohne Griffe, aus Kunststoff oder Edelstahl. Sie kommt dem normalen Trinkbecher aufgrund ihrer Konstruktion am nächsten.

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Trinklernbecher mit offenem Rand

Anders als die vorher genannten Trinklernhilfen haben diese offenen Trinkbecher keinen Deckel beziehungsweise Aufsatz. Dennoch unterscheiden sie sich von herkömmlichen Trinkgefäßen – und zwar in ihrer Form. An einer Seite ist der Trinkrand zu einem Schnabel geformt, wodurch Ihrem Kind das Trinken erleichtert werden soll. Da sie keinen Auslaufschutz besitzen, sind sie vorzugsweise für die gemeinsame Mahlzeit am Tisch geeignet – denn gekleckert wird hier schon leichter. Dafür sind diese Modelle einem handelsüblichen Becher oder einer Tasse am ähnlichsten. Je nach Hersteller haben diese Becher meist zwei Griffe oder entsprechende Griffrillen für einen besseren Halt.

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Komplette Sets

Einige Hersteller bieten Sets mit verschiedenen Aufsätzen beziehungsweise Deckeln an, die auf die verschiedenen Entwicklungsschritte der Kinder abgestimmt sind.

Problematische Folgen von Trinklernhilfen

Trinklernbecher, insbesondere die Modelle mit Deckel und Aufsatz, sind eine praktische Erfindung. Das werden Sie vor allem dann zu schätzen wissen, wenn Sie mit Ihrem Kind unterwegs sind und Sie nicht sofort ein Tuch und Wechselwäsche zur Hand haben. Allerdings: Experten warnen davor, dass die ständige Nutzung von Trinklernbechern auf Dauer negative Folgen für Zähne und Kiefer Ihres Kindes haben kann. Das Dauernuckeln könne Fehlstellungen des Kiefers mit sich bringen und auch die Entstehung von Karies werde gefördert. Letzteres gilt insbesondere dann, wenn Sie zucker- oder säurehaltige Getränke in die Becher füllen.
Nicht zuletzt werde auch der normale Schluckvorgang – wie beim Trinken aus einer herkömmlichen Tasse oder einem Glas – mit Trinklernhilfen nicht trainiert.

Vor- und Nachteile von Trinklernbechern

Vorteile

  • Trinklernbecher unterstützen Babys und Kleinkinder dabei, selbstständig trinken zu lernen und erleichtern ihnen den Übergang zum einfachen Trinkbecher.
  • Trinklernhilfen mit Aufsätzen beziehungsweise Deckeln sind auslaufsicher; sie verhindern das Kleckern und sind daher speziell für Eltern eine praktische Alternative für unterwegs.
  • Kinder nehmen weniger Flüssigkeit auf einmal auf und verschlucken sich nicht so schnell.
  • Manche Babys kommen mit herkömmlichen Bechern gar nicht zurecht und lehnen sie zunächst völlig ab. Um zu verhindern, dass die Kinder in der Folge bei der Einführung der Beikost zu wenig trinken, sind Lernbecher auch hier eine sehr gute Alternative.
  • Sie sind robust und gehen nicht so leicht kaputt wie Glas; zumeist sind sie bpa-frei. In aller Regel lassen sich die Produkte zur Reinigung einfach auseinandernehmen und sind spülmaschinengeeignet.

Nachteile

  • Fachleute, insbesondere Logopäden, empfehlen, Trinklernbecher möglichst nur als kurzfristige Lösung einzusetzen. Andauerndes Saugen könne zu Fehlstellungen des Kiefers führen, außerdem begünstige es – speziell bei zucker– und säurehaltigen Getränken – die Entstehung von Karies. Das gilt insbesondere für Trinklernhilfen mit Schnabel.
  • Trinklernbecher trainieren nicht den natürlichen Schluckvorgang.

Wie lange sollten Kinder den Trinklernbecher benutzen?

Trinklernbecher können hilfreich sein. Voraussetzung: Sie kommen wirklich nur vorübergehend zum Einsatz. Das gilt besonders für auslaufsichere Modelle mit Schnabel oder Sauger. Die Antwort lautet also ganz klar: So kurz wie möglich. Sobald Sie merken, dass Ihr Kind mit seiner Trinklernhilfe gut und selbstständig zurechtkommt, können Sie erste Versuche mit einer herkömmlichen Tasse unternehmen. Haben Sie dabei etwas Geduld. Ebenso, wie sich Ihr Kind an die Trinklernhilfe gewöhnen muss, so braucht es natürlich auch Zeit, um aus einem normalen Gefäß zu trinken.
Nutzen Sie für diese Versuche am besten die gemeinsamen Mahlzeiten zu Hause am Tisch. Denn unterwegs sind mögliche Missgeschicke und „Überschwemmungen“ natürlich weniger praktisch. Sobald das Trinken zu Hause gut funktioniert, können Sie Ihr Kind nach und nach ganz auf normale Becher umstellen.

Fazit

Trinklernbecher erleichtern Ihrem Kind den Übergang zum selbstständigen Trinken. Sie sind kein Muss. Aber insbesondere die Modelle mit Deckel und Aufsatz sind auslaufsicher und daher praktische und hilfreiche Begleiter, vor allem wenn Sie mit Ihrem Kind unterwegs sind. Zum Dauereinsatz sind diese speziellen Varianten allerdings nicht gedacht, da sie Fehlstellungen des Kiefers und die Entstehung von Karies begünstigen können. Nutzen Sie Trinklernbecher vorübergehend und achten Sie darauf, dass Sie Ihr Kind zeitnah auch mit dem Trinken aus herkömmlichen Bechern vertraut machen. Beim Kauf von Kunststoff-Bechern sollten Sie stets darauf schauen, dass die Produkte bpa-frei sind.

Welche Trinklernbecher sind empfehlenswert?

Bei Eltern beliebt und gut bewertet sind folgende Produkte:

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  • Auslaufsicher: Silikonscheibe dichtet den Aufsatz automatisch ab und verhindert Kleckern
  • Trinken ohne Absetzen: Weicher Silikonrand mit Belüftungsventil reguliert den Trinkfluss
  • Einfach zu halten: Taillierte Form ist ideal für kleine Hände; Deckel hält den Becher auch unterwegs sauber
  • Spülmaschinenfester, BPA-frei; ab 8 Monaten; einfach auseinanderzunehmen; Made in Germany
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  • Schritt 2 – In Kombination mit dem SkinSoft Trinkschnabel ermöglicht der Trinkbecher dem Baby das Bestimmen der...
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  • BPA-frei, spülmaschinenfest (im oberen Fach), ab 6 Monaten
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