Die meisten Mütter stillen ihr Baby und finden anhand der Signale ihres Kindes sehr schnell heraus, wie oft es Hunger hat. Die Natur richtet sich dabei in phänomenaler Weise nach dem Bedürfnis des Kindes und produziert zumeist genau die richtige Milchmenge, um das Baby satt zu bekommen. In der zweiten Hälfte des 1. Lebensjahres interessieren sich die meisten Babys auch für das Essen vom Familientisch. Das ist der ideale Start für die Beikost.

Üblicherweise im 4-Wochen-Turnus und in der nachfolgenden Reihenfolge eingeführt: Einführung des …

  1. Gemüsebreis als Mittagsmahlzeit
  2. Milchbreis als Abendessen
  3. Getreide-Obst-Breis für den Nachmittag
  4. Müslis oder Brots als Frühstück

Werbung

1. Der Gemüsebrei

Die erste Beikost, die das Kind erhält, sollte ein Gemüsebrei zum Mittag sein. Das hilft dabei seine immer knapper werdenden Eisenreserven neu und vor allem rechtzeitig anzureichern. Entsprechend setzt sich der Gemüsebrei klassischerweise aus Möhren, Kartoffeln und magerem Fleisch zusammen. Das Ganze pürieren Sie im Mixer und schmecken es mit Apfelsaft und Rapsöl ab.

Ebenfalls sollte der Gemüsebrei nicht in einem Fläschchen angeboten, sondern mit dem Löffel  zugefüttert werden. Sobald sich Ihr Baby an den Brei gewöhnt hat, können Sie die Möhren durch andere, ebenfalls milde Gemüsesorten austauschen.

Hier sollten Sie einfach ausprobieren, was Ihrem Baby schmeckt, allerdings von nitratreichen Gemüsesorten erst einmal Abstand nehmen. Mütter, die ihr Kind ohne Fleisch ernähren möchten, können die erforderlichen und im Fleisch enthaltenen Nährstoffe auffangen, indem sie teilweise statt Kartoffeln Hirse- oder Haferflocken verwenden.

Werbung

Philips Avent 4-in-1-Babynahrungszubereiter SCF883/01, Dampfgaren und Mixen, 4 Mahlzeiten, weiß
107 Bewertungen
Philips Avent 4-in-1-Babynahrungszubereiter SCF883/01, Dampfgaren und Mixen, 4 Mahlzeiten, weiß
  • Gesunde Babykost schnell und leicht zubereiten dank 4-in-1 Funktion – dampfgaren, mixen, auftauen und aufwärmen
  • Behälter einfach umdrehen und dampfgaren oder mixen
  • Bis zu vier Mahlzeiten gleichzeitig im 1000 ml Becher kochen
  • Für jede Entwicklungsstufe Ihres Kindes - pürierte oder festere Nahrung zubereiten
  • Lieferumfang: 1x Babynahrungszubereiter, 1x Heber, 1x Rezeptbuch, 1x Aufbewahrungsbecher 120 ml

Fertignahrung:

Für Mütter, die ihr Baby aus dem Gläschen füttern möchten, hält die Babynahrungs-Industrie ebenfalls eine Vielzahl von Angeboten an Gemüsebrei bereit. Hier kommen vor allem Gläschen in Frage, die auf Babys ab fünf Monaten ausgerichtet sind. Allerdings sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Menü aus dem Glas nicht zu viele Zutaten, aber mindestens 30 g Fleisch und ca. 8 bis 10 g Fett enthält.

2. Der Milchbrei

Vier Wochen, nachdem der Gemüsebrei eingeführt wurde, kann nun damit begonnen werden, auch die abendliche Stillmahlzeit zu ersetzen. Hierfür wird ein Milchbrei angerührt beziehungsweise aufgekocht, der aus Kuhmilch, Vollkornflocken und etwas Saft bestehen sollte. Denn mit Erreichen des zweiten Lebenshalbjahres ist der Organismus des Kindes nun auch in der Lage, Kuhmilch zu verarbeiten.

Ausgenommen davon sind Kinder, die allergiegefährdet sind bzw. mit einer Lactose-Intoleranz auf Milchprodukte reagieren. In diesen Fällen kann der Milchbrei auch mit HA-Säuglingsmilchnahrung zubereitet werden. Instant-Breie hingegen eignen sich für allergiegefährdete Kinder nur bedingt. Das liegt daran, dass diese aus Kuhmilch hergestellt und zudem mit viel Zucker angereichert werden.

Auch interessant:  Beikost auf Vorrat: Gemüsebreie einfrieren

Daneben gibt es jedoch auch noch die Möglichkeit, den Milchbrei nicht als zweite, sondern erst als dritte Mahlzeit einzuführen. Wenn Sie die Verwendung von Kuhmilch also noch ein wenig hinauszögern möchten, können Sie auch erst, den unter Punkt drei beschriebenen Getreide-Obst-Brei am Nachmittag als neue Baby-Mahlzeit einführen.

Wie auch immer hergestellt, kann der Milchbrei mit dem Löffel  zugefüttert, oder aber für die einfachere Handhabung in einem Fläschchen gegeben werden.

Fertignahrung:

Auch den Milchbrei gibt es für die schnelle Küche als Fertignahrung. Auch hier sollte der Brei allerdings nur aus wenigen Zutaten bestehen. Das dient dazu, dass sich der Magen des Kindes behutsam an die neue Mahlzeit gewöhnen kann. Ein geeigneter Brei ist auf die Bedürfnisse des Kindes ab dem 4. Lebensmonat ausgerichtet, auch wenn Sie diesen erst ab dem 7. Lebensmonat Ihres Kindes zufüttern.

Werbung

LÄSSIG Kindergeschirr Set, mit Teller Schüssel Becher Löffel/Dish Set Glama Lama, blue
5 Bewertungen
LÄSSIG Kindergeschirr Set, mit Teller Schüssel Becher Löffel/Dish Set Glama Lama, blue
  • In Love with Nature: Das LÄSSIG Kindergeschirr Set mit dem fröhlichen Lama- und lustigem Kaktus-Motiv ist ideal für kleine Feinschmecker
  • Ein Kinderteller, ein Schälchen, ein Kinderbecher sowie ein Löffel gehören zum leichten, spülmaschinengeeigneten Geschirrset
  • Es ist überwiegend aus schnell nachwachsenden, nachhaltigen Rohstoffen sowie einem Anteil Melamin gefertigt
  • Ideal geeignet für Kinder ab 12 Monaten
  • Auch ideal für unterwegs, da es sehr leicht ist

3. Der Getreide-Obst-Brei

Nach weiteren vier Wochen ist es wieder einmal Zeit für die Einführung einer neuen Mahlzeit auf Babys Speiseplan. Während Erwachsene in den Nachmittagsstunden zumeist zu Kaffee und Kuchen greifen, sollten Sie Ihrem Kind einen Getreide-Obst-Brei zubereitet. Dieser löst die dritte Stillmahlzeit ab.

Wie seine Bezeichnung vermuten lässt, sollte dieser Brei Vollkorngetreide und Obst, aber auch ein wenig Butter und Wasser enthalten. Um diesen Brei herzustellen, wird das Getreide mit Wasser aufgekocht und dann mit einer Obstsorte, die gerade Erntezeit hat, verfeinert. Das können klassischerweise fein geraspelte Äpfel sein, pürierte Bananen, Pfirsiche oder auch Erdbeeren.

Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen & Co allerdings sind zu dieser Zeit noch zu säurehaltig für Babys empfindlichen Magen. Ein wenig Butter dazu und schon können sich die im Obst enthaltenen, fettlöslichen Vitamine auch binden. Auf Milch wird beim Getreide-Obst-Brei bewusst verzichtet, damit Ihr Kind im Laufe des Tages nicht zu viele Eiweiße aufnimmt.

Fertignahrung:

Auch den Getreide-Obst-Brei gibt es bereits in verschiedenen Geschmacksrichtungen fix und fertig zu kaufen. Allerdings sind die hier angebotenen Varianten meistens sehr stark gesüßt, um sie dem Gaumen des Kindes auch wirklich schmackhaft zu machen. Gesünder bzw. zahnschonender ist mit Sicherheit der selbst aufgekochte Brei, bei dem Sie die Zutaten entsprechend kontrollieren können und keine zusätzlichen Süßungsmittel verwenden müssen.

4. Müsli oder Brot zum Frühstück

Zu guter Letzt lernt das Kind dann, auf seine Morgenmilch zu verzichten. Diese sollte es zwar noch bis zum Ende seines ersten Lebensjahres erhalten, aber bereits ab dem 9. oder 10. Monat können Sie versuchen, dem Kind morgens auch ein wenig Müsli oder Brot anzubieten. In dieser Phase wird der kleine Feinschmecker also darauf trainiert, das zu essen, was auch die Großen bekommen, um schon bald wild plappernd den gemeinsamen Frühstückstisch zu unterhalten.

Das große GU Kochbuch für Babys & Kleinkinder: Von der Stillzeit bis zum Kleinkindalter (GU Familienküche)
108 Bewertungen
Das große GU Kochbuch für Babys & Kleinkinder: Von der Stillzeit bis zum Kleinkindalter (GU Familienküche)
  • 192 Seiten - 27.09.2019 (Veröffentlichungsdatum) - GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)