Wenn Ihr Baby Bauchweh hat, ist ein Babytee mit beruhigenden Wirkstoffen oft die erste Wahl. Ab dem Beikostalter kann ein ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee zudem ein abwechslungsreicher Durstlöscher sein. Welche Teesorten sind empfehlenswert? Wie sieht es mit Schadstoffen und Zusätzen im Babytee aus? Bei der Auswahl des geeigneten Tees und seiner Zubereitung sollten Eltern einiges beachten.

Ab wann darf Ihr Baby Babytee trinken?

In den ersten Monaten braucht Ihr Baby neben Muttermilch oder Pre-Nahrung keine weitere Flüssigkeit. Eine zusätzliche Gabe von Wasser oder verdünntem Babytee kann aber bei sehr heißem Wetter, Durchfall oder Fieber sinnvoll sein. Auch kleine Mengen an Kräutertee, insbesondere Fencheltee, sind bereits in den ersten Lebensmonaten ein bewährtes Mittel bei Bauchschmerzen und Blähungen. Beachten Sie die Angaben auf der Verpackung und halten Sie gegebenenfalls Rücksprache mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt.

Wenn Stillkindern zusätzlich ein Fläschchen angeboten wird, kann der Wechsel zwischen Fläschchen und Brust jedoch zu einer Saugverwirrung und Schwierigkeiten beim Stillen führen. Denn das Trinken aus dem Fläschchen strengt weit weniger an. Zudem erzeugt das Teetrinken sowohl bei Still- als auch Flaschenkindern ein Völlegefühl, so dass sie eventuell weniger Milch trinken mögen.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft empfiehlt die Einführung von Babytees erst nach dem vierten Lebensmonat [1], analog zur Einführung von Beikost.

Mit Einführung der dritten Beikost-Mahlzeit (ca. siebter Lebensmonat) brauchen Kinder unbedingt zusätzliche Flüssigkeit. Dies sollte kohlensäurefreies Trinkwasser sein. Für Abwechslung kann ungesüßter Baby- oder Kindertee sorgen. Führen Sie zu diesem Zeitpunkt das Trinken aus einem Trinkbecher ein, um Ihr Kind langsam von der Flasche zu entwöhnen.

Wozu braucht Ihr Baby Babytee?

Ein Kräutertee ist nicht nur für Erwachsene häufig die erste Wahl bei Bauchschmerzen oder ersten Erkältungsanzeichen. Denn pflanzliche Wirkstoffe von Kräutertees haben je nach Sorte eine lindernde Wirkung auf verschiedene Beschwerden. Wenn Ihr Baby Blähungen und Bauchweh hat, können zum Beispiel die Inhaltsstoffe von Fenchelsamen schnell für Beruhigung sorgen.

Ein ungesüßter und verdünnter Babytee kann ab dem Beikostalter gelegentlich für Abwechslung zu Wasser sorgen.

Welche Teesorten sind für Babys geeignet, welche nicht?

Geeignete Teesorten:

  • Die Auswahl an Babytees ist groß. Nicht jede Sorte ist für Babys zu empfehlen. Die folgenden Teesorten eignen sich gut.
  • Kamillentee wirkt beruhigend auf Magen und Darm und auch auf das Baby selbst. Kamille hat zudem entzündungshemmende Eigenschaften. Wenn das erste Zähnchen kommt, kann ein mit Kamillentee getränktes Tuch Erleichterung bringen.
  • Fencheltee verschafft Erleichterung bei Bauchweh und Blähungen, denn im Samen von Fenchel stecken ätherische Öle, die die Luftbläschen in Magen und Darm auflösen. Fencheltee hat von Natur aus einen süßlichen Geschmack, so dass er gut angenommen wird. Er gehört zu den beliebtesten Babytees.
  • Anistee ist krampf- und schleimlösend und bringt Erleichterung bei Husten und Erkältung.
  • Anis- und Kümmeltee helfen bei Verdauungsproblemen, Bauchweh und Blähungen. Es gibt sie oft als Duo oder in Kombination mit Fenchel.
  • Salbeitee beruhigt den Hals. Sind die Kinder größer, können sie mit Salbeitee gurgeln.
  • Rooibostee ist beliebt wegen seines milden, lieblichen Geschmacks. Er enthält viele wichtige Mineralstoffe.
  • Früchtetee, wie zum Beispiel Hagebutten-Hibiskus-Tee, enthält Vitamin C. Durch seinen leicht säuerlichen Geschmack findet Früchtetee nicht immer Akzeptanz bei den Kleinen. Süßen Sie ihn jedoch nicht, geben Sie Ihrem Kind lieber eine andere Sorte zu trinken. Ein sehr beliebter und gut akzeptierter Früchtetee ist Apfeltee.

Diese Teesorten sind nicht für Babys geeignet

Nicht geeignet für Babys und Kinder sind schwarzer, grüner oder weißer Tee. Diese Teesorten enthalten anregende Wirkstoffe. Pfefferminztee ist für Babys und Kleinkinder tabu. Die im Pfefferminztee enthaltenen ätherischen Öle können die Atmung beeinträchtigen und im schlimmsten Fall sogar zum Atemstillstand führen.

Muss es unbedingt Babytee sein?

Ja, denn er ist genau an die Bedürfnisse der Allerkleinsten angepasst und wird von ihnen gut vertragen. Zukünftig gibt es zudem gesetzliche Vorgaben für den Zusatz von süßenden Zutaten zu Babytee und für bestimmte Hinweise auf der Verpackung.

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Was sollten Sie bei Auswahl und Verwendung von Babytee beachten?

Keine Zusätze, kein Zucker!

Achten Sie beim Kauf darauf, dass dem Babytee keine unnötigen Zusatzstoffe wie zum Beispiel Aromen zugesetzt sind. Einige Hersteller verwenden süßende Zutaten. Das schadet der Zahngesundheit. Auch Zutaten wie Laktose und Maltodextrin können Karies verursachen. Babys gewöhnen sich zudem sehr schnell an die Süße und weigern sich später, Wasser und ungesüßte Getränke zu trinken.

Achtung: Schadstoffe!

Das Verbrauchermagazin ÖKO TEST hat im Jahr 2017 Baby-Fencheltee geprüft [2]. In mehreren Produkten wurden Spuren von Pestiziden gefunden, selbst in einigen Bio-Tees. Bevorzugen Sie dennoch Erzeugnisse aus kontrolliert biologischem Anbau, denn Pestizide haben in diesen nichts zu suchen.

Das Bundesinstituts für Risikobewertung warnt immer wieder vor dem sekundären Pflanzenstoff Pyrrolizidinalkaloid in Kräutertees. Dieser natürliche Inhaltsstoff mancher Pflanzen dient als Fraßschutz vor Insekten, ist für den Menschen jedoch möglicherweise krebserregend. Er kann über Beikräuter versehentlich in den Tee gelangen. ÖKO TEST empfiehlt den Eltern daher, Babys nicht mehr als eine Tasse Babytee am Tag zu geben und häufiger zwischen den Anbietern zu wechseln [2].

Nicht zu viel Babytee!

In den ersten Monaten sollten Babys bei Beschwerden nur kleine Mengen Babytee (einige Schlucke) über einen nicht zu langen Zeitraum bekommen. Geben Sie diesen zum Beispiel mit einem Teelöffel. Ein Zuviel an Fencheltee (mehr als 50 ml) kann zum Beispiel Blähungen verursachen. Halten Sie gegebenenfalls Rücksprache mit Ihrer Hebamme oder dem Kinderarzt.

Verdünnt und ungesüßt!

Kräutertees sorgen für Erleichterung bei gesundheitlichen Beschwerden. Ist das Baby gesund, braucht es diese Wirkung nicht. Im Beikostalter schadet ein verdünnter, ungesüßter Babytee als gelegentliche Abwechslung zu Wasser jedoch nicht. Das Hauptgetränk sollte Wasser bleiben. Ein häufiger Teegenuss kann dazu führen, dass das geschmacklose Wasser später von Ihrem Kind abgelehnt wird. Wechseln Sie die Sorten regelmäßig, um ein Zuviel an Wirkstoffen zu verhindern.

Wie sollte Babytee zubereitet werden?

Gießen Sie den Tee unbedingt mit kochendem Wasser auf. So werden eventuelle Keime abgetötet. Nach der empfohlenen Ziehzeit (in der Regel fünf bis zehn Minuten) muss das Getränk unbedingt gut abkühlen. Am besten geben Sie es lauwarm oder sogar kalt.

Babys haben noch sehr sensible Geschmacksknospen. Geben Sie Babytee für eine bessere Akzeptanz daher am besten verdünnt. Dies verhindert auch ein Zuviel an Wirkstoffen, denn das könnte wiederum zu Bauchweh und Blähungen führen.

Ein Süßen, auch mit Honig oder Sirup, ist nicht notwendig. Es schädigt die Zähnchen! Babys gewöhnen sich außerdem sehr schnell an den süßen Geschmack und lehnen ungesüßte Getränke und Wasser später ab. In den ersten 12 Lebensmonaten kann die Gabe von Honig zudem die Gesundheit gefährden, denn eventuell enthaltene Clostridien-Sporen können für die Kleinsten lebensbedrohliche Giftstoffe produzieren.

Wollen Sie das Getränk aufbewahren, ist dies für einige Stunden in einem geeigneten, sauberen Gefäß möglich. Um jedoch ganz sicher zu gehen, dass sich keine unerwünschten Keime vermehren, sollten Sie Babytees vorzugsweise frisch zubereiten. Vielleicht möchten Sie den verbleibenden Rest des Tees ja selber genießen?

Wichtig: Geben Sie ein Fläschchen nicht zur Beruhigung oder zum Einschlafen. Das Dauernuckeln verdünnt den Speichel und Kariesbakterien können so die ersten Zähnchen schädigen.

Welche Babytee-Erzeugnisse gibt es? Was sollten Sie beim Kauf beachten?

Babytees gibt es in verschiedenen Varianten. Ob im Teebeutel, als Pulver oder Fertiggetränk: Achten Sie beim Kauf immer auf die Zutatenliste.

Babytees zum Aufgießen in loser Form oder im Teebeutel erfordern bei der Zubereitung eine bestimmte Ziehzeit. Sie sind aber die beste Wahl hinsichtlich von Zusatzstoffen und süßenden Zutaten. Diese Erzeugnisse sind zuckerfrei oder enthalten lediglich Spuren von natürlichen Zuckern.

  • Tee-Extrakte in Pulverform lassen sich schneller zubereiten und kommen in der Regel auch ohne den Zusatz süßender Zutaten aus.
  • Teegranulate (Instanttee) sind sehr gut löslich. Sie ermöglichen eine sehr schnelle Zubereitung, enthalten aber oft sehr viel Zucker. Achten Sie auf zuckerfreie Alternativen.
  • Fertige Tee-Saft-Mixgetränke sind praktisch für unterwegs. Der enthaltene Frucht­saft enthält jedoch eine hohe Menge an natürlichen Zuckern.

Neue Verodnung für Babytee: Zuckerzusatz in Babytee bald verboten!

Zuckerhaltige Getränke erhöhen das Risiko für Überge­wicht und Karies. Der süße Geschmack kann zudem die lang­fristige Geschmacks­präferenz der Kinder für Süßes prägen. Die Bundes­ernährungs­ministerin Julia Klöckner hat daher die gesetzliche Regelung für den Zuckerzusatz sowie den Zusatz anderer süßender Zutaten zu Baby- und Kindertee auf den Weg gebracht. (Stand 05.2020)

Folgendes sieht die neue Regelung vor [1]:

  • Der Zusatz von Zucker und anderen süßenden Zutaten wie zum Beispiel Honig, Sirup oder Dicksaft zu Baby- oder Kleinkindertee ist nicht erlaubt.
  • Auf der Verpackung muss ein Hinweis stehen, dass bei der Zubereitung auf Zucker oder andere süßende Zutaten verzichtet werden soll. Das Alter, ab dem das Erzeugnis verwendet werden kann, muss angegeben werden.

Fazit

Wenn Ihr Baby Bauchweh hat, kann ein Babytee mit beruhigend wirkenden Inhaltsstoffen für Abhilfe sorgen. Mit Einführung der Beikost kann ein ungesüßter, verdünnter Babytee zudem ein abwechslungsreicher Durstlöscher sein. Er sollte jedoch nicht das Hauptgetränk für Ihr Kind sein. Verzichten Sie unbedingt auf die Zugabe von süßenden Zutaten. Sie bergen ein Risiko für Übergewicht und Karies und können zudem eine langfristige Präferenz für Süßes bewirken. Zukünftig soll die Verwendung von Zucker und anderen süßenden Zutaten bei der Herstellung von Baby- und Kindertee verboten werden.

[1] https://www.bmel.de/DE/themen/verbraucherschutz/lebensmittelsicherheit/spezielle-lebensmittel/baby-tees-verbot-zucker.html (2020)

[2] https://www.oekotest.de/kinder-familie/Babytee-im-Test-Diese-Tees-sind-frei-von-Schadstoffen-_110596_1.html (2017)