Bockshornklee ist vor allem in der Stillzeit für viele Mütter ein kleines Multitalent. Besonders Frauen, die Sorge haben, dass sie nicht ausreichend Milch für ihr neugeborenes Baby haben, können mit Bockshornklee die Milchproduktion auf natürliche Art und Weise steigern. Wie die Einnahme von Bockshornkleekapseln oder Bockshornklee-Tee die Milchmenge fördert kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Bockshornklee: Größere Milchmenge durch die Kraft der Natur

Die Stillzeit ist nicht immer eine einfache Phase. Viele Frauen kämpfen in dieser Zeit mit verschiedenen Stillproblemen, angefangen von wunden Brustwarzen, über gerötete, schmerzende Brüste bis hin zu einer nicht optimalen Milchproduktion. Einige Mütter haben sogar zu viel Muttermilch, während andere über eine zu geringe Milchmenge klagen oder der Milcheinschuss recht lange auf sich warten lässt.

Doch wie lässt sich die Milchproduktion ganz ohne Arzneimittelpräparate steigern? Die gute Nachricht ist, dass es eine gesunde und komplett natürliche Möglichkeit gibt, die Milchproduktion anzuregen und somit die Milchmenge zu steigern, nämlich mit Bockshornklee. Hierbei handelt sich es nicht um ein neuartiges Superfood, vielmehr fand die Heilpflanze schon in der Antike Beachtung. Im Mittelalter wurden Bockshornkleesamen beispielsweise von der Heiligen Hildegard von Bingen zu Heilzwecken eingesetzt. Die Hauptanbaugebiete für diese Pflanze finden sich in Marokko sowie in Indien, doch seit kurzer Zeit wird die Pflanze auch bei uns angebaut, nämlich für die Herstellung von speziellen Tees für die Stillzeit.

Bockshornklee – was ist das konkret?

Für medizinische Zwecke wird vor allem zu den reifen und getrockneten Bockshornkleesamen gegriffen.
Der Bockshornklee – in der Botanik auch „Trigonella foenum-graecum“ genannt – ist eine Heil- und zugleich Gewürzpflanze. Wie bereits erwähnt, stehen besonders die Bockshornkleesamen im Fokus der Aufmerksamkeit. Die gemahlenen Samen gehören zudem auch zu den Grundgewürzen der indischen sowie der persischen Küche.

Verwendung in der Naturheilkunde

  • In der Stillzeit zur Steigerung der Milchproduktion
  • Blasenentzündung
  • Bronchitis
  • Hautleiden
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Haarausfall

Bockshornklee enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und wird in der modernen Naturheilkunde nicht nur zur Anregung der Milchproduktion verwendet, sondern beispielsweise auch bei Blasenentzündungen, Bronchitis, Menstruationsbeschwerden, Husten oder Haarausfall.

Die Bockshornkleesamen sehen vom äußeren Erscheinungsbild wie kleine Ziegenhörner aus und diesem Umstand verdankt die Heilpflanze auch ihre Namensbezeichnung. Die beliebte Pflanze ist aber auch bekannt unter Namen wie „Kuhhornklee“, „Filigrazie“ oder „gelblicher Schabziegerklee“. Im englischsprachigen Raum ist Bockshornklee unter dem Namen Fenugreek bekannt.

Die Pflanzenblüten haben einen außerordentlich starken, aber angenehmen Geruch. Die Bockshornkleesamen verströmen einen sellerieähnlichen Duft. Bockshornklee zeichnet sich generell durch einen hohen Kupfer- und Eisengehalt aus und enthält zudem auch viele wertvolle Vitamine sowie sekundäre Pflanzenstoffe.

So sehen Bockshornkleesamen, Bockshornklee-Blätter und gemahlene Bockshornkleesamen aus.
Bockshornkleesamen, Bockshornklee-Blätter und gemahlenes Gewürz

Welche genaue Wirkung hat Bockshornklee?

In der Phytotherapie, das heißt in der Pflanzenheilkunde, hat Bockshornklee*  eine immer größere Bedeutung erlangt.
Während hierzulande vor allem Anis und Fenchel sehr beliebte Heilpflanzen sind, zählt weltweit Bockshornklee zu den Favoriten in der Stillzeit.
In einer wissenschaftlichen Forschungsstudie haben türkische Forscher nun herausgefunden, dass ein Bockshornklee-Tee die Milchbildung steigern kann und somit die Ernährungssituation des neugeborenen Säuglings deutlich optimiert.

In der Forschungsstudie wurden 66 Mütter und ihre Neugeborenen betrachtet: Diese Probandinnen wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe wurde gebeten, drei Mal pro Tag einen Tasse Bockshornklee-Tee zu trinken. Die zweite Kontrollgruppe erhielt täglich einen Apfeltee und die dritte Testgruppe wurde überhaupt nicht behandelt. Tatsächlich hat sich gezeigt, dass der Apfeltee überhaupt keinen Einfluss auf die Milchproduktion hatte. Im Vergleich zur unbehandelten Testgruppe war die Milchmenge am dritten Tag nach der Entbindung fast unverändert. Die Gruppe, die den Bockshornklee-Tee getrunken hatte, durfte sich über eine etwa doppelt so hohe Menge an Milch freuen (1).

Während der Schwangerschaft sollten Sie keine Bockshornkleekapseln einnehmen, denn diese haben einen Einfluss auf ihren körpereigenen hormonellen Haushalt. Bei einer übermäßigen Anwendung kann es beispielsweise zu frühzeitigen Gebärmutterkontraktionen kommen. Bockshornkleekapseln können also wehenfördernd wirken.

Die Wirkung von Bockshornklee auf die Milchproduktion

Für Mütter, die Probleme mit der Menge ihrer Muttermilch haben, ist Bockshornklee eine sehr interessante Heilpflanze.
Die milchtreibende Wirkung wird in erster Linie von den Pflanzenhormonen hervorgerufen, die in den Bockshornkleesamen enthalten sind. Diese sogenannten Phytoöstrogene unterstützen und stimulieren die körpereigene Östrogen- und Prolaktin-Produktion beim Stillen. Mütter, die unter hormonell bedingten Stillproblemen leiden, können dieses Ungleichgewicht durch Bockshornklee in der Stillzeit ausgleichen und den Milchfluss steigern.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie sich dazu entscheiden, in der Stillperiode pflanzliche Präparate zur Steigerung der Milchbildung einzusetzen, dann sollten Sie diese ausschließlich von seriösen, zertifizierten und bekannten Herstellern beziehen. Auf diese Weise können Fälschungen oder gar gesundheitsgefährdende giftige Substanzen ausgeschlossen werden.

Das Stillen auf natürliche Weise verbessern

Zusätzlich zur Einnahme von Bockshornklee lässt sich die Menge der Muttermilch auch noch durch andere natürliche Maßnahmen steigern. So helfen beispielsweise auch Brustmassagen und spezielle Still-Öle* 
Besonders wichtig, ist aber ausreichend Ruhe. Wer unter hohem Druck und Stressbelastungen steht, leidet oftmals auch unter einer verminderten Milchmenge beim Stillen. Versuchen Sie, bewusst zur Ruhe zu kommen und Ihren kleinen Schatz gelassen zu stillen. Natürlich können auch Stillmahlzeiten zwischen Tür und Angel vorkommen, doch für eine gesunde und erfolgreiche Anregung der Milchbildung sollte das kein dauerhafter Zustand sein.
Wenn Sie entspannt sind, kann die Muttermilch auch fließen.

Auch häufiges Anlegen Ihres Babys oder eine angenehme warme Dusche vor der Stillmahlzeit kann eine hilfreiche natürliche Maßnahme sein, um die Milchmenge zu steigern.

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Die richtige Anwendung und Dosierung von Bockshornklee in der Stillzeit

Als Stillpräparat kann die Pflanze auf verschiedene Weise zur Anwendung kommen:

Bockshornklee-Tee in der Stillzeit

In diesem Aufguss-Getränk entfalten die Bockshornkleesamen zusammen mit anderen Pflanzenkräutern wie Anis oder Fenchel ihre Wirksamkeit. Um mit einem herkömmlichen Milchbildungstee spürbare Erfolge zu erzielen, das heißt, mehr Muttermilch zu erreichen, müssen pro Tag ungefähr sechs Tassen getrunken werden.

Nicht allen Frauen schmecken Stilltees und genau hier sind Bockshornkleekapseln eine sehr sinnvolle Alternative. Die Kapseln sind geschmacksneutral, haben jedoch eine hohe Wirksamkeit.

Bockshornkleekapseln

In diesen findet sich eine deutlich höhere Bockshornklee-Konzentration und somit werden Bockshornkleekapseln im Allgemeinen als wirkungsvoller angesehen als Stilltees.

Bei der Einnahme der Bockshornkleekapseln zur Förderung der Milchproduktion sollten allerdings einige Dinge ausreichend Beachtung finden:

  • Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 1200 bis 2400 Milligramm. Nach rund drei bis vier Tagen entfalten die Samen ihre volle Wirksamkeit. Nach einer rund zweiwöchigen Einnahme können die Bockshornkleekapseln weggelassen werden: Testen Sie in dieser Zeit nun aus, ob die Milchbildung wieder abnimmt. Wenn Sie keine Veränderungen feststellen, können Sie die Kapseln beiseitelassen, ansonsten können Sie mit der Einnahme fortfahren.
  • Kaufen Sie bitte Bockshornkleekapseln immer in hoher Bioqualität, denn diese sind komplett frei von Zusatzstoffen. Erkunden Sie sich in der Apotheke nach Bockshornkleepräparaten oder schauen Sie im Internet nach passenden, hochqualitativen Produkten.
  • Wenn die Ursache für die verminderte Milchproduktion nicht in einem hormonellen Ungleichgewicht liegt, dann kann Bockshornklee allein auch nicht helfen. Versuchen Sie, in solchen Fällen die Milchbildung durch häufiges Anlegen Ihres Babys zu fördern. Achten Sie auch immer auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung. Um ausreichend Muttermilch für Ihren kleinen Liebling zu haben, sollten Sie auch immer auf sich selbst schauen. Gönnen Sie sich gezielte Entspannungseinheiten und Ruhezeiten, damit Sie für die Stillmahlzeiten genügend Kraft haben. Es klingt oft leichter gesagt als getan, doch vermeiden Sie Stress.

Bockshornklee ist rein pflanzlich. Damit die volle Wirkung entfalten werden kann, muss es jedoch in einer richtigen Dosierung eingenommen werden.

Welche möglichen Nebenwirkungen können auftreten?

Die Einnahme dieser Pflanze kann in vereinzelten Fällen zu leichten Magen-Darm-Beschwerden führen. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass Bockshornkleesamen ebenso wie andere Sprossen auch, besonders anfällig für Keimbildung sind. Daher sollten Sie Bockshornklee-Tee immer besonders sorgfältig zubereiten. Auch eine ordnungsgemäße Lagerung ist sehr wichtig.

Natürlich sollte jede stillende Mutter im Vorfeld immer mit dem behandelnden Frauenarzt oder der Hebamme Rücksprache halten, ob Bockshornklee überhaupt eingenommen werden darf. Der Fachmediziner kann immer am besten sagen, ob es überhaupt notwendig ist für die Milchproduktion oder nicht.

Fazit – mehr Milch in der Stillzeit durch Bockshornklee

Wenn in der Stillzeit nicht genügend Milch für die Ernährung des Babys vorhanden ist, kann Bockshornklee ein ausgezeichnetes Mittel für die Steigerung der Milchmenge sein. Schon einen Tag nach der Geburt des Kindes kann im Allgemeinen mit der Einnahme begonnen werden, damit die Milch besser einschießen kann. Diese wertvolle Heilpflanze überzeugt mit vielen guten Inhaltsstoffen: So kann ihre Einnahme auch positive Effekte für die Frauengesundheit haben. Das Einverständnis des Arztes muss dabei zwingend eingeholt werden, um möglichen Wechselwirkungen oder unerwünschten Nebenwirkungen vorzubeugen.

Geben Sie nicht mit dem Stillen auf. Geben Sie sich und Ihrem Körper ausreichend Zeit und bleiben Sie geduldig dabei. Muttermilch ist dank der wertvollen inhaltlichen Bestandteile sowie der immunstärkenden Wirkung die beste Nahrungsquelle für Ihr Kind.
Stillen bietet aber nicht nur zahlreiche Vorteile für Ihr Baby, sondern auch für Sie selbst. So haben Studien gezeigt, dass Stillen die Häufigkeit für Eierstock-, Gebärmutter und Brustkrebs deutlich senken kann.

Quelle: (1) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21261516/

Disclaimer
Dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch! Die Informationen aus diesem Artikel ersetzen keine ärztlich professionelle Beratung oder Therapie. Bei allen Fragen und Entscheidungen rund um Ihre Gesundheit sollten Sie sich immer an Ihren Arzt wenden und einen Experten hinzuziehen.
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