Obstsäfte enthalten viele Vitamine, aber auch viel Fruchtzucker. Daher ist es umstritten, ob und wie viel Saft Babys trinken sollen. Eines ist jedoch klar: Selbst zubereitete Säfte sind gesünder als fertige Säfte aus dem Handel.

Babysäfte aus dem Handel

Im Handel sind heute spezielle Babysäfte für den Speiseplan des Babys erhältlich, die speziellen Qualitätskontrollen unterliegen. Dazu gehören strenge Grenzwerte für Schadstoffe aller Art, aber auch besondere Mindestwerte für den Vitamingehalt. Um diesen zu erreichen, werden die meisten Babysäfte mit künstlichen Vitaminen angereichert oder enthalten extrem vitaminhaltige Früchte wie Acerola-Kirschen – was den Preis entsprechend nach oben treibt.

Babysäfte sind auf jeden Fall gesünder als herkömmliche Säfte, da meistens auf Zucker verzichtet wird, doch wer sicher gehen will, dass keine künstlichen Aromen und andere Stoffe im Saft stecken, sollte den Saft lieber selbst zubereiten. Dies schont auf Dauer auch die Haushaltskasse.

Säfte selbst zubereiten

Um Säfte selbst herzustellen, ist zunächst ein guter Entsafter gefragt. Hochwertige Geräte sind zwar nicht gerade billig, doch sie lassen sich vielfältig verwenden und halten jahrelang durch. Dies ist letztendlich besser, als immer wieder neue billige Geräte zu kaufen.

Selbstgemachte Säfte haben den Vorteil, dass ihnen keinerlei Kunststoffe zugesetzt wurden. Dies beeinträchtigt allerdings auch die Haltbarkeit, so dass Säfte immer nur kurz vor dem Trinken und nicht „auf Vorrat“ gepresst werden sollten.

Es lässt sich nicht vermeiden, dass kleine Obststückchen im Saft verbleiben und die Farbe je nach Obstsorten trüb oder gar leicht unappetitlich wirkt. Es kann eine Weile dauern, bis das Baby diese Säfte auch wirklich gerne annimmt, aber Mütter sollten sich hier nicht entmutigen lassen. Am besten funktioniert es natürlich, mit gutem Beispiel selbst voran zu gehen und den Saft zu trinken. Außerdem lohnt es sich, mit unterschiedlichen Früchten zu experimentieren, um zu sehen, was dem Nachwuchs am besten schmeckt – und was überhaupt nicht.

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Welches Obst am besten geeignet ist

Zu den Obstsorten mit dem meisten Vitamin C gehört nicht die Orange wie oft angenommen, sondern einheimische Früchte wie Hagebutten, Sanddorn und schwarze Johannisbeeren. Allerdings lassen sich diese nicht einfach so zu Saft mixen. Sanddorn kann jedoch im Reformhaus oder Bioladen als sogenannter Ursaft gekauft und anderen gepressten Früchten beigemischt werden. Zu den besten Vitaminlieferanten unter den „normalen“ Früchten gehören neben Orangen auch Äpfel, Ananas, Melonen und Erdbeeren.