Auch unter den anregenden Tees finden sich Diebe. Der größte Langfinger ist dabei der Schwarztee wie beispielsweise Darjeeling, Assam, Ceylon und Oolong.

Der schwarze Tee ist während Schwangerschaft und Stillzeit sowieso ein eher unbeliebter Gast, da er wie Kaffee Koffein enthält und am besten komplett vermieden werden sollte. Wenn das nicht funktioniert, sollte mit seinem Konsum zumindest Maß gehalten werden, was bedeutet: max. zwei Tassen täglich. Denn das enthaltene Koffein, was im Vergleich zum Koffein im Kaffee nur langsamer vom Körper aufgenommen wird, kann gerade in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind im Mutterleib über die Plazenta einwirken und von hier aus seine Entwicklung, insbesondere sein Wachstum negativ beeinträchtigen.

Gleichermaßen gravierend wirken allerdings die im Schwarztee enthaltenen Gerbstoffe. Sie jedoch belasten Mutter und Kind gleichermaßen, da sie die Eisenzufuhr behindern bzw. die Eisenaufnahme erschweren. Die angehende Mutter ermüdet, wird zunehmend leistungsschwächer und sieht auch lange nicht mehr so strahlend schön aus, wie sie es eigentlich während der Schwangerschaft sein sollte. Plazenta und Nabelschnur werden wie das Ungeborene selbst ebenfalls unterversorgt, womit ein viel zu niedriges Geburtsgewicht des Säuglings droht.

Ein Eisenmangel während der Stillzeit ist zu Beginn noch gar nicht so gravierend, wird es aber, sobald die Eisenreserven des Babys im etwa 6. Lebensmonat aufgebraucht sind. Dann spätestens muss der Eisenmangel des Kleinen ausgeglichen werden, was bedeutet, dass dem Kind Eisen in hochdosierter Form künstlich zugeführt werden muss.

Wer trotz aller negativen Auswirkungen dennoch nicht auf seinen schwarzen Tee verzichten möchte oder verzichten kann, sollte diesen sowohl während der Schwangerschaft als auch während der Stillzeit nicht unmittelbar zum Essen trinken.

Halten Sie vor und nach Einnahme Ihrer Mahlzeiten jeweils mindestens eine Stunde Abstand ein, bevor Sie eine Tasse Schwarztee trinken, um die Eisenaufnahme Ihres Körpers durch die Gerbstoffe nicht zu blockieren.

Besser jedoch, Sie verzichten ganz darauf und probieren sich zwischenzeitlich einfach durch die unzähligen anderen Teesorten, die ebenso entspannend, wohltuend und anregend sein können.