Viele Eltern durchleben im ersten Vierteljahr nach der Geburt eine harte Belastungsprobe. Ihr Baby leidet an wiederkehrenden Koliken, den sogenannten Dreimonatskoliken. Oft ist guter Rat teuer, denn die Ursache dieser Bauchkrämpfe ist selten eindeutig.

Allerdings stellten Untersuchungen fest, dass Flaschenkinder eher von Dreimonatskoliken betroffen sind als Stillbabys. Vermutlich liegen diesen Schreiattacken Entwicklungsprozesse zugrunde, zumal parallel zu diesem Zeitabschnitt der Säugling wichtige Etappen zurücklegt. Die Verdauung kommt in die Gänge, der Rhythmus von Tag und Nacht entwickelt sich und das Baby nimmt seine Umwelt differenzierter wahr.

Wie der Volksmund lapidar bemerkt: Nach drei Monaten wird aus dem winzigen Bündel ein kleiner Mensch. Wenn dermaßen viel passiert, ist das Kind einfach überreizt und genervt. Es findet schwerer zu Ruhe, leidet unter fehlendem Schlaf. In seiner misslichen Lage bleibt ihm nur das Ventil des Schreiens.

Dreimonatskoliken: Ruhe bewahren

Leichter gesagt als getan. Doch selbst die Kleinen haben feinste Antennen, spüren die Hilflosigkeit ihrer Eltern.

Deshalb hier einige Tipps:

  • Schaffen Sie ihrem Baby einen geschützten Raum. Ein strukturierter Tagesablauf vermittelt Sicherheit und Geborgensein. Dazu gehören auch regelmäßige Auszeiten (Tagesschlaf).
  • Vermeiden Sie zuviel Besuch, laute Musik sowie andere „Aufregungen“. Sie kennen ihren Säugling und wissen intuitiv, was ihm bekommt oder durcheinander bringt.
  • Massieren! Sachtes Streichen mögen schon die Kleinsten. Umkreisen Sie sanft mit den Fingerkuppen den Nabel im Uhrzeigersinn. Das bringt den Darm im Schwung und lockert verklemmte Luft. Manche Hebammen /Kinderärzte empfehlen dazu Fenchel-Anis-Kümmel-Öl 
  • In Fliegerstellung herumtragen! Dazu legen Sie Ihr Kind auf Ihren Unterarm, Kopf Richtung Oberarm und halten Sie es zusätzlich mit der anderen Hand am Po fest. Leichtes Hin- und Herwiegen wirkt zusätzlich beruhigend
  • Wärme tut gut. In der Körpermitte liegt ein wichtiges Nervenzentrum, das so genannte Sonnengeflecht. Hier laufen wichtige Nervenfasern des Kopfes und Bauches zusammen. Bei übermäßiger Aufregung reagiert dieses Geflecht mit Unwohlsein oder Bauchweh. Ein warmes Kirschkernkissen  entspannt, lindert und bringt Trost.
  • Radfahren üben! Ihr Baby liegt auf dem Rücken, Sie nehmen beide Unterschenkel in jeweils eine Hand. Beide Beinchen strampeln abwechselnd. Diese Bewegung entlüftet auch.
  • Homöopathischen Arzneien eine Chance geben! Die ganzheitliche Methode wirkt sanft, ohne Nebenwirkungen und reguliert innerliche Abläufe. Ein homöopathisch arbeitender Kinderarzt findet sicher das richtige Mittel.
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  • Praktischer Einweg-Katheter für Babys zur Abführung der Darmgase, Ideal bei Blähungen, Koliken und Verstopfung, Schonende Alternative zu Zäpfchen und Medikamenten
  • Einfache Anwendung: Leichte Massage des Bäuchleins in Richtung Darmausgang, Sanftes Einführen der zuvor leicht eingeölten dünnen Spitze des Katheters in den After des Babys, Entweichen der Darmgase nach wenigen Sekunden
  • Anwendung maximal 3 x innerhalb von 24 Stunden empfohlen (nur 1 Katheter pro Anwendung), Entsorgung des benutzen Katheters spätestens nach einem Tag zur Vermeidung von Infektionsrisiken
  • Hochwertige Verarbeitung: Weicher, leicht biegsamer Einweg-Katheter ohne Ecken und Kanten, Keine Verletzungsgefahr, Automatisches Stoppen des Katheters beim Einführen durch innovative Form, Made in Schweden
  • Lieferumfang: 1 x Rotho Babydesign Windi Einweg-Katheter, TPS Plastik, 10 Stück, Länge insgesamt: 9,4 cm

Dreimonatskoliken: Hilfe in Anspruch nehmen

  • Dauergeschrei macht mürbe. Sind Sie in Sorge, scheuen Sie nicht den Gang zum Kinderarzt. Hin und wieder steckt hinter dem Wehklagen ein anderer Grund.
  • Manche Kinder leiden am „KISS-Syndrom“; der Funktionsstörung zwischen Kopfgelenken und angrenzender Halswirbelsäule. Solche Blockierungen gehen häufig mit Schreiattacken einher.
  • Ist organisch alles abgeklärt, dürfen Sie sich ruhig eine Auszeit gönnen. Nehmen Sie die Hilfe der Verwandtschaft oder Nachbarn an, regenerieren Sie ihre Nerven und geben Sie ihr Baby für ein/zwei Stunden aus der Hand. Ihr Kind trägt davon keinen ernsten Schaden davon und Sie dürfen einfach mal verschnaufen!
  • Suchen Sie eine Schreiambulanz auf. Ihre Belastung stößt dort auf offene Ohren und kompetente Unterstützung. Adressen erfahren Sie über jedes Jugendamt. Je eher Sie sachkundigen Rat ersuchen, desto schneller stabilisiert sich Ihre kleine Familie.