Woher weiß ich, wann meine fruchtbaren Tage sind? Nicht jede Frau spürt, wann sie ihren Eisprung hat. Ebenso wenig ist der Zyklus bei allen Frauen so regelmäßig, dass die Tage rund um den Eisprung ganz einfach berechnet werden könnten. Unterstützend können hier verschiedene Testverfahren wirken, die Sie zu Hause einsetzen können.

Das Messen der morgendlichen Temperatur ist den meisten Frauen schon als eine Möglichkeit der natürlich Verhütung bekannt. Dieser Methode liegt die Erkenntnis zugrunde, dass kurz nach dem Eisprung die Körpertemperatur der Frau für einige Tage minimal ansteigt – der Eisprung kann also im Nachhinein festgestellt werden. Was diese Methode schon in Sachen Verhütung recht unzuverlässig macht, ist auch beim Erkennen der fruchtbaren Tage bei Kinderwunsch problematisch: Eigentlich liegt das Ergebnis zu spät vor. Hinzu kommen bei dieser Methode Unzuverlässigkeit durch das Einwirken weiterer Faktoren (Temperaturschwankungen durch Krankheit oder Schlafdefizite, unterschiedliche Messzeiten) und die Notwendigkeit, wirklich diszipliniert vorzugehen – jeden Morgen zu messen und alle Werte zu notieren, ist unbedingt erforderlich, um tatsächliche Vergleichswerte zu erhalten.

Die symptothermale Methode verbindet daher die Temperaturmessung mit der als Billings-Methode bekannten Beobachtung des Zervixschleims. Dieser Schleim, der aus der Gebärmutter austritt, verändert sich um den Eisprung herum: Er wird flüssiger. Frauen, die ihre morgendliche Temperatur messen und darüber hinaus jeden Morgen die Konsistenz des Zervixschleims untersuchen – und beide Werte regelmäßig notieren –, haben somit schon zwei Faktoren, die ihnen helfen, ihre fruchtbaren Tage zu erkennen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass der Zervixschleim sich bereits kurz vor dem Eisprung verändert.

 

Eine weitere Möglichkeit, die fruchtbaren Tage zu ermitteln, ist mittlerweile der Einsatz von Mini-Computern, den so genannten „Zyklus-Computern“. Auch ihnen liegen Überlegungen zugrunde, die in der Empfängnisverhütung eine große Rolle spielen, und so funktionieren die Temperaturcomputer nach dem selben Prinzip wie die Temperaturmessmethode: Sie messen die Basaltemperatur, speichern die Daten und errechnen somit die fruchtbaren Tage. Der Vorteil bei dieser Methode: Das Notieren der gemessenen Werte und das eigene Auswerten sind nicht mehr erforderlich.

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Hormon-Computer hingegen erheben Werte, die eine Frau ohne das Hilfsgerät zu Hause nicht herausfinden kann. Sie messen die Hormonkonzentration im Urin, die sich im Laufe des Zyklus einer Frau verändert. Zu diesem Zweck wird mehrfach pro Zyklus ein Teststreifen in den Urinstrahl gehalten, der unmittelbar danach in den Computer eingelegt und durch diesen ausgewertet wird. Ovulationstests, die von der Verpackung her stark an Schwangerschaftstests erinnern, funktionieren nach dem gleichen Prinzip.

Solche Tests und auch die Zyklus-Computer werden von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Preiskategorien angeboten.