Dass eine Frau während der Schwangerschaft unter verstärktem Harndrang leiden kann, liegt vor allem an der vergrößerten Gebärmutter, die in den ersten drei Monaten mehr Druck auf die Blase ausübt. Dieser wird vor allem durch den wachsenden Fötus zusätzlich verstärkt, sodass die werdende Mutter häufiger auf Toilette gehen muss.

Nach der Geburt nimmt der Harndrang wieder ab, jedoch leiden Frauen dafür unter der sogenannten Blasenschwäche. Im Klartext bedeutet das: Man verliert ungewollt Urin, zum Beispiel beim Husten oder Niesen, beim Lachen oder beim Sport. Ein Problem, unter dem Millionen Schwangere nach der Entbindung leiden. Wie es zu dieser Erkrankung kommt und was Sie dagegen tun können, erklären wir Ihnen im folgenden Absatz!

Blasenschwäche: Was ist das?

Durch die Anstrengungen der Geburt ist die Beckenbodenmuskulatur nach der Entbindung oftmals so geschwächt, dass sie den Urin nicht mehr – wie sonst – zurückhalten kann. Somit lässt die Betroffene ungewollt Wasser, bevor sie es zur nächsten Toilette schafft. Dieser Zustand hält bei vielen frischgebackenen Müttern nur wenige Wochen an, kann sich aber auch über Monate hinwegziehen. In dem Fall sollten Frauen einen Arzt aufsuchen und sich hilfreiche Informationen zum Beckenbodentraining einholen.

Wie wird Blasenschwäche behandelt?

Es gibt leider keine Therapie und kein Medikament gegen Harninkontinenz, da es sich bei der Erkrankung um eine erschlaffte Muskulatur handelt, die wieder aufgebaut bzw. gestärkt werden muss. Dies ist jedoch durch ein gezieltes Beckenbodentraining möglich, wie wir bereits in einem anderen Artikel ausführlich berichtet haben. In der Regel sollten Betroffene schon nach zwei bis vier Monaten nach den ersten Übungen eine merkliche Verbesserung feststellen. Allerdings nur dann, wenn man diese auch gezielt durchführt.

Tabuthema Blasenschwäche

Leider gibt es immer noch Millionen Frauen, die sich für ihre Blasenschwäche schämen und deshalb mit niemandem – nicht einmal mit ihrem Arzt – über das Thema reden. Dabei geht es so vielen Schwangeren nach der Geburt genauso. Wenn Sie auch dazugehören, dann sprechen Sie mit Ihren Vertrauten darüber. Nur so kann Ihnen langfristig geholfen werden!

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