Der Weg vom Fläschchen zum Becher wird oftmals von einer Vielzahl an Überschwemmungen begleitet. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, sondern nur durch Übung zu einem geworden. Und dafür braucht das Kind wie immer Zeit, und die Mutter vor allem Geduld. Um das Kind an eine Tasse, ein Glas oder einen Becher zu gewöhnen, gibt es insgesamt vier Möglichkeiten.

Möglichkeit 1 – Trinken lernen mit einem Trinklern-Becher:

Damit die Umstellung nicht allzu schwer fällt, gibt es Trinklernbecher für Babys, die an beiden Seiten mit einem Griff ausgestattet sind. Entsprechend sollte Ihr Kind bei den ersten Versuchen schon greifen können, um den Becher eigenständig festzuhalten. Zumeist ist dies spätestens mit Beginn des zweiten Lebensjahres der Fall.

Füllen Sie den Trinklernbecher dabei anfangs erst einmal gar nicht, damit Ihr Kind sein neues Gefäß erst einmal ausgiebig erkunden kann. Bei den ersten Versuchen mit Wasser sollte der Becher nur halbvoll sein. Denn bei einem zu vollen Becher ist die Überschwemmung ebenso vorprogrammiert wie bei einem zu gering gefüllten. Bei letztem muss ihr Kind ausreichend Schwung holen.

Natürlich werden auch hier die erste Versuche gezielt daneben gehen, aber das strahlende Gesicht Ihres Babys beim Ausprobieren entschädigen Sie für das Chaos. Zeigen Sie Ihrem Kind einfach immer wieder, wie es richtig geht, denn Kinder lernen bekannterweise durch Nachahmung. Hilfreich sind bei den ersten Trinkversuchen ohne Sauger natürlich ein Lätzchen und ein leicht zu reinigender oder schnell trocknender Untergrund.

Möglichkeit 2 – Trinken lernen mit einem normalen Becher

Als Alternative zu einem Trinklern-Becher eignet sich auch einer mit einem dünnen Rand. Hierfür bietet sich beispielsweise hervorragend die Verschlusskappe des Babyfläschchens oder der Baby-Thermoskanne an. Einen dieser Verschlüsse können Sie Ihrem Baby ebenfalls schon vorher einige Male zum Spielen geben, damit es für sich herausfinden kann, wie sein neuer Besitz am besten zu halten ist. Auch hier lernt das Kind durch Nachahmung, wenn Sie ihm anfangs vormachen, wie Sie Ihr eigenes Trinkgefäß zum Mund führen.

Denn es gibt kaum etwas Schöneres für Ihren Nachwuchs als mit Mama gemeinsam die Welt zu entdecken. Hat das Nachahmen schon einige Male gut funktioniert, können Sie anfangen, mit Wasser zu üben. Hierzu den Becher nur zur Hälfte füllen. Der größte Teil des Wassers wird erst einmal zielsicher den Mund verfehlen, aber der neue Bewegungsablauf muß erst einmal erprobt und einstudiert werden.

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Möglichkeit 3 – Trinken lernen, von Mama geführt

Wer Überschwemmungen anfangs lieber vermeiden möchte, setzt am besten zuerst einmal auf das reine Üben, das Getränk aus einer Tasse, einem Glas oder einem Becher aufzunehmen, ohne dass das Kind das Gefäß dabei selber hält. Dafür füllen Sie Becher, Glas oder Tasse ebenfalls bis zur Hälfte mit Wasser und führen das Gefäß so an den Mund Ihres Kindes heran, dass das Wasser seine Lippen gerade so eben berührt.

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So lernt Ihr Nachwuchs von Anfang an, nur winzig kleine Schlucke aufzunehmen und läuft dabei nicht Gefahr, sich direkt an dem Getränk zu verschlucken. Entsprechend sollten Sie das Kinn Ihres Kindes dabei leicht anheben und stützen. Ob Sie diese Versuche unternehmen, während Ihr Baby sitzt, steht oder in Ihren Armen liegt, ist dabei unerheblich. Üben Sie einfach immer dann und dort, wann und wo Sie gerade Lust haben. Aber hören Sie mit dem Becher-Training auf, wenn Ihr Kind signalisiert, dass es nichts mehr trinken möchte.

Möglichkeit 4 – Trinken lernen mit der Trinktülle

Neben den Trinklernbechern, die mit zwei Griffen an den Seiten ausgestattet sind, gibt es natürlich auch Trinklernbecher, die wie eine Art Schnabeltasse aussehen. Auch hiermit kann jedes Baby vom Sauger des Fläschchens entwöhnt werden – vielleicht sogar einfacher als mit allen anderen, beschriebenen Möglichkeiten – da der Sauger gleichsam durch die Trinktülle ersetzt wird, an der ebenfalls genuckelt werden kann. Genau deshalb aber raten die meisten Zahn- und Kinderärzte von dieser Art der Becher ab, da einerseits das ständige Nuckeln die Gefahr der Karies-Entstehung fördert. Andererseits, da durch die Trinktülle die Zunge beim Trinken in eine falsche Position und Lage gebracht wird.

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