Röteln sind ebenfalls extrem ansteckend. Ihr Krankheitsverlauf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manch einer macht diese Kinderkrankheit durch, ohne davon zu wissen. Des Öfteren werden die Symptome Fieber und Ausschlag nicht als Röteln diagnostiziert. Außerdem nimmt das Auftreten von Rötelinfektionen stetig ab, da immer mehr Kinder einen entsprechenden Impfschutz erhalten.

Röteln: Symptome

  • linsengroße, rote Flecken breiten sich vom meist hochroten Gesicht auf den gesamten Körper aus (Rückbildung innerhalb von ein bis drei Tagen)
  • geschwollene Lymphknoten im Nacken
  • gelegentlich Fieber oder erhöhte Temperatur
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • ferner Erkältungsanzeichen wie Halsschmerzen, Husten, Kehlkopfreizung
  • manchmal Bindehautentzündung

Krankheitsverlauf:

Mit Rötelnviren kontaminiert man sich über eine Tröpfcheninfektion. Die Ansteckung mit Röteln erfolgt von Mensch zu Mensch, Gegenstände können die Viren nicht übertragen. Die Inkubationszeit (Zeit von Ansteckung bis zum Ausbruch) beträgt 14 bis 21 Tage, wobei Röteln schon eine Woche vor Beginn des Ausschlags bis sieben Tage nach Ausbruch virulent sind. Röteln verlaufen meist problemlos, viele Kinder schlafen die Krankheit einfach aus. Sind die Röteln überstanden, besteht erfahrungsgemäß eine lebenslange Immunität.

Maßnahmen:

Manch kleiner Patient klagt über schmerzende Lymphknoten. Ein warmer Umschlag verschafft dann Linderung.

Komplikationen:

Röteln sind bei Schwangeren gefürchtet. Zeigt deren Blutbild keine oder nur wenige Antikörper, kann das ungeborene Kind mit Fehlbildungen zur Welt kommen. Dabei kommt es auf den Zeitpunkt der Infektion an. In den ersten acht Schwangerschaftswochen ist das Risiko am größten; je früher die Ansteckung umso höher die Wahrscheinlichkeit eines geschädigten Embryos. Das Blatt wendet sich nach dem vierten Monat. Dann können „nur noch“ Wachstum und Entwicklung beeinträchtigt werden. Ein rechtzeitiger Impfschutz im Kindes- oder Teenageralter bannt die Gefahr.