Anders als beim Kopfgneis, befällt der Milchschorf, nicht nur die Kopfhaut, er kann sich über den gesamten Körper ausbreiten. Die ersten Milchschorf Symptome treten meist mit Beginn des dritten Monats auf. Die Haut ist an den betroffenen Stellen stark gerötet und von nässenden Schuppen befallen, besonders unangenehm ist der Juckreiz. Nach ein paar Tagen bildet sich an den betroffenen Stellen eine gelbliche Kruste, die wie übergekochte Milch aussieht, daher der Name Milchschorf.

In der Regel verschwindet der Milchschorf von alleine wieder, es gibt aber auch Fälle in denen es immer wieder, über Jahre hin bis ins Erwachsenenalter, zu neuem Befall kommt.

Entstehung von Milchschorf

Die Ursache zur Entstehung von Milchschorf ist bis heute noch nicht erklärbar. Es wird davon ausgegangen, dass neben einer erblichen Veranlagung auch Umweltfaktoren als Ursache in Frage kommen. Zu diesen Umweltfaktoren können Infektionen, Pilzerkrankungen der Haut oder Lebenssituationen, die zu Stress beim Kind führen, gehören.

Wie behandelt man es?

Viele Babys kratzen, gerade in der Nacht, ihre juckenden Stellen wund oder sogar offen, so dass es zu Entzündungen und Hautrissen kommt, vorbeugend empfiehlt sich, dem Baby Nachts Fäustlinge anzuziehen.

Eine Behandlung mit Olivenöl, zeigt sehr gute Wirkungen, die Schuppen lassen sich leicht ablösen. Auf keinen Fall sollten die Schuppen abgekratzt werden, da die Haut darunter sehr dünn und äußerst empfindlich ist.

Was können Sie tun, wenn Ihr Baby von Milchschorf betroffen ist?

  • Sie sollten auf luftdurchlässige Kleidung achten, ein schwitzen sollte vermieden werden.
  • Keine Kleidung mit Kunstfasern verwenden.
  • Neue Kleidung immer erst mit einem milden Waschmittel reinigen.
  • Kleidung mit Wolle vermeiden.
  • Keine parfümierten Cremes oder Seifen verwenden.
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Sollte sich der Milchschorf nach einer Woche nicht langsam zurückbilden oder sogar schlimmer werden, ist es ratsam einen Kinderarzt aufzusuchen. Es könnte sich um eine beginnende Neurodermitis handeln.

Wenn bei Ihnen oder in der Familie Allergien bekannt sind, sollten Sie vorsichtshalber direkt bei Beginn der ersten Symptome einen Kinderarzt aufsuchen, dieser kann durch einen Allergietest, mögliche Risiken ausschließen und über die weitere Behandlung aufklären.

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