Viele Frauen können ein Lied darüber singen: Brustschmerzen in der Schwangerschaft. Brustschmerzen treten häufig als die ersten Symptome für eine Schwangerschaft auf. Trotz den beruhigenden Worten der Gynäkologen, dass das Stechen und Ziehen in der Brust ein gutes Zeichen sei, da es den Aufbau der Milchdrüsen ankündigt und somit eine stabile Schwangerschaft verheißt, bringt dies den betroffenen Frauen keine Linderung. Die Schmerzen in der Brust könne zu einer täglichen Belastung im Berufs- und Alltagsleben werden. Woher kommen diese plötzlichen und häufig heftigen Schmerzen, und was können Sie gegen diese Schwangerschaftsbeschwerden unternehmen?

Wie entstehen Brustschmerzen in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft steigt die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron, welche für die Entstehung der Milch in der Brust zuständig sind. Das Hirnanhangsdrüsenhormon Prolaktin bewirkt innerhalb kürzester Zeit ein Anschwellen des Brustgewebes, was wiederum zu Schmerzen in der Brust und an den Brustwarzen führen kann. Ein erhöhter Prolaktinspiegel bewirkt ebenfalls, dass während der Schwangerschaft eine milchige Flüssigkeit aus der Brust abgesondert wird. Dies ist nicht bedenklich, sondern nur der Vorbote der Hauptmilch, welche nach der Geburt einschießt. Zusätzlich zu den schmerzenden Brüsten und den empfindlichen Brustwarzen wird der Warzenvorhof dunkler und die Brüste werden größer und fester.

Was können Sie gegen die Beschwerden tun?

Wenn Sie auch unter starken Brustschmerzen in der Schwangerschaft leiden, können Sie insofern beruhigt sein, dass sich die Symptome bei den meisten Frauen nach den ersten drei Monaten verbessern. Leider ist dies nicht bei jeder Frau der Fall. Zum Glück gibt es einige Maßnahmen, die Ihnen die Zeit bis zur Geburt erleichtern können. Ein gut sitzender Schwangerschafts-BH stützt die Brust optimal ab und kann so auch die Schmerzen lindern bzw. vorbeugen. Zu empfehlen sind BHs aus Baumwolle oder Seide, da Spitzen-BHs die Brustwarzen zusätzlich reizen und zu Entzündungen führen können. In manchen Fällen ist es anzuraten den BH auch nachts zu tragen, damit die Brüste jederzeit optimal gestützt sind. Wenn Sie sich bezüglich der Größe unsicher sind, können Sie sich in einem Dessousgeschäft ausführlich beraten lassen. Kühle Umschläge lassen das Brustgewebe abschwellen und können so Linderung verschaffen. Ebenfalls empfehlenswert ist eine leichte Massage der Brust mit einer fetthaltigen Creme oder einem Schwangerschaftsöl. Ein reichhaltiges Angebot an Ölen finden Sie in Drogeriemärkten oder Reformhäusern.