Die sogenannte Einnistungsblutung, auch Nidation genannt, ist keine Seltenheit. Die Stärke kann bei jeder Frau unterschiedlich sein. Wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet, kommt es zu kleinen Verletzungen am Gewebe, wodurch die Blutung ausgelöst wird.

Viele Frauen verwechseln die Nidationsblutung mit der Periode. Allerdings handelt es sich bei dieser Blutung um ein Anzeichen für eine Schwangerschaft. Vor allem Frauen, die den Zeitpunkt der Befruchtung nicht kennen oder ungewollt schwanger geworden sind, glauben, dass sie ihre Periode bekommen haben. Aber wie kann man die Einnistungsblutung von der Menstruation unterscheiden?

Wann kommt es zur Einnistungsblutung?

Nachdem die Eizelle befruchtet wurde, wandert sie durch den Eileiter zur Gebärmutter. Dort nistet sich das befruchtete Ei ein (Nidation). Das Ei dringt in die Gebärmutterschleimhaut ein und von dort aus in die Gebärmutterwand. Dabei können feinste Blutgefäße verletzt werden. Dies kann zu einer Einnistungsblutung führen. Frauen mit Kinderwunsch, machen sich in diesem Fall häufig Sorgen. Vor allem dann, wenn sie den Zeitpunkt der Befruchtung kennen. Die Einnistungsblutung ist jedoch kein Grund zur Besorgnis. Sie tritt nicht bei jeder Frau auf. Sie kann jedoch auftreten.

Die Nidationsblutung ist sehr schwach

Bei der Einnistungsblutung handelt es sich für gewöhnlich nur um eine sehr leichte Blutung, die nicht mit der Menstruation zu verwechseln ist. Viele Frauen bekommen diese geringe Blutung nicht einmal mit, weil sie oft nur in der Gebärmutter stattfindet. Es kann jedoch vorkommen, dass ein wenig Blut aus der Vagina austritt. Das Blut ist hellrot und vergleichbar mit einer Schmierblutung.

Die Einnistungsblutung dauert meistens nur ein bis zwei Tage. Wenn sie länger anhält oder Sie sogar Schmerzen oder Krämpfe verspüren, lassen Sie sich bitte von Ihrem Gynäkologen untersuchen.

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Einnistungsblutung: Der Unterschied zur Periode

Ihre Periode bekommen Sie etwa 14 Tage nach dem Eisprung. Wenn die Blutung früher auftritt und eher schwach ist, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Einnistungsblutung. Die Periode beginnt oft sehr schwach und wird im Verlauf stärker, bis die Blutung dann wieder abnimmt. Die Nidationsblutung ist sehr gleichmäßig. Sie wird nicht stärker. Wenn die Blutung länger als zwei Tage anhält, ist es wahrscheinlich, dass Sie Ihre Periode bekommen haben.

Einnistungsblutung erkennen

Bei der Einnistungsblutung nistet sich das befruchtete Ei in der Gebärmutterwand ein. Dabei werden Gefäße verletzt, wodurch es zu einer Blutung kommen kann. Bei der Periode hingegen wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Das Blut ist bei der Menstruation nicht hellrot, sondern Dunkelrot bis Braun. Bei der Periode leiden die meisten Frauen unter Schmerzen und Krämpfen. Die Einnistungsblutung verläuft schmerzfrei.

Die Nidationsblutung ist ungefährlich

Wenn Sie eine Einnistungsblutung bei sich bemerken, brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Sie hat weder für Sie, noch für die Schwangerschaft Folgen. Viele Frauen denken bei einer Blutung zunächst an das Schlimmste und befürchten eine Fehlgeburt. Die Blutung ist jedoch ein völlig natürlicher Vorgang.

Ist eine Einnistungsblutung ein sicheres Schwangerschaftsanzeichen?

Es kann im Laufe des Zyklus immer mal zu kleineren Blutungen kommen, die nichts mit einer Einnistungsblutung zu tun haben. Zyklusschwankungen und Stress können Zwischenblutungen begünstigen. Darüber hinaus gibt es auch viele Frauen, die die Nidationsblutung gar nicht mitbekommen. Wenn Sie glauben, schwanger zu sein, machen Sie am besten einen * Schwangerschaftstest.

Die meisten Schwangerschaftstests liefern 14 Tage nach dem Eisprung ein zuverlässiges Ergebnis. Frühtests  können eine Schwangerschaft sogar wenige Tage nach dem Eisprung anzeigen. Wenn Sie glauben, eine Einnistungsblutung gehabt zu haben, und der Schwangerschaftstest fiel negativ aus, lassen Sie sich von Ihrem Gynäkologen untersuchen. Vielleicht wurde der Test zu früh gemacht, sodass Ihre Schwangerschaft noch nicht nachweisbar war. Sollten Sie doch nicht schwanger sein, hat die Blutung eine andere Ursache. Es könnte sich um eine harmlose Zwischenblutung handeln. Allerdings können hinter Blutungen auch ernsthaftere Erkrankungen stecken