Es ist ein großes Problem, von dem viele werdende Mütter berichten: Geruchsempfindlichkeit in der Schwangerschaft.
Ob Kaffee, Tee, Zigaretten, Parfüms oder Duschgels – viele Nahrungsmittel oder Dinge des Alltags, die Tage vorher noch angenehm geduftet haben, versprühen auf einmal einen unangenehmen Geruch, der Ekel und unter Umständen sogar Übelkeit auslöst.

Die Uniklinik Dresden hat bei einer Studie allerdings festgestellt, das Schwangere keine erhöhte Sensitivität des Geruchssinnes besitzen. Der Grund liegt also nicht in einer besondes empfindlichen Nase.
Die dennoch am weitesten verbreitete Erklärung ist, dass die Gerüche im Gehirn nach der Empfängnis anders verarbeitet werden.

Der Grund für dieses Phänomen ist der veränderte Hormonhaushalt einer Schwangeren. Ganz konkret wird das Hormon ­beta-HCG verantwortlich gemacht, welches eine veränderte Wahrnehmung der Reize im Gehirn verursacht.

Dieser Prozess hat selbstverständlich eine biologische Grundlage. Alle Stoffe wie Nikotin, Koffein, Alkohol etc., die für den Fötus mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schädlich sind, sollen vom Organismus der Mutter ferngehalten werden. Es gibt unzählige Nahrungsmittel und Suchtstoffe, die bei dem Kind bleibende Schäden bis zur Behinderung führen können oder sogar einen Schwangerschaftsabbruch verursachen können.
Daher ist es für jede Mutter, die sich ein gesundes Kind wünscht, ratsam sich von Zigaretten, Alkohol, Kaffee, Drogen oder Ähnlichem fernzuhalten. Der Geruchsempfindlichkeit in der Schwangerschaft dient also als Warnung des Körpers.

Wie kann man nun aber mit der Problematik der intensiven Gerüche umgehen?

Es gibt kein Patentrezept. Empfehlenswert ist es, viel zu lüften und sich an der frischen Luft aufzuhalten.
Natürlich sollte man Nahrungsmittel und Getränke mit einem starken Eigengeruch meiden und stark parfümierte Duschgels gegen geruchsneutrale aus der Apotheke ersetzen.

Auch interessant:  Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Bei Berücksichtigung aller genannten Gesichtspunkte sollte sich die Geruchsempfindlichkeit in der Schwangerschaft in den Griff bekommen lassen.
Nach neun Monaten, mit Ende der Schwangerschaft, sollte es auch spätestens der Vergangenheit angehören, wenn sie durch den Verzicht auf bestimmte Genussmittel ein gesundes Kind in Ihren Armen halten.