Viele werdende Mütter bemerken ihre Schwangerschaft dadurch, dass ihnen morgens schlecht ist und sie vielleicht sogar erbrechen müssen. Diese sogenannte Schwangerschaftsübelkeit ist eigentlich ein gutes Zeichen, da sie auf die für die Schwangerschaft erforderlichen hormonellen Veränderungen des Körpers hindeutet. Die Übelkeit kann aber auch zu einem echten Problem werden und im Extremfall sogar die Gesundheit von Mutter und Baby gefährden. Im folgenden Artikel haben wir die wichtigsten Fakten, Mythen und Hilfe zur Schwangerschaftsübelkeit zusammengetragen und liefern wertvolle Tipps dazu, wie Betroffene die Symptome lindern und sich wieder wohler fühlen können.

Warum ist Schwangerschaftsübelkeit ein gutes Zeichen?

Die typische Übelkeit, die vor allem am Morgen auftritt, darf zunächst einmal als positives Zeichen gedeutet werden. Sie zeigt, das eine hormonelle Veränderung stattgefunden hat beziehungsweise nach wie vor stattfindet. Da die Schwangerschaftsübelkeit in den meisten Fällen nicht zu gesundheitlichen Problemen führt, ist es nur selten erforderlich auf Medikamente zurückzugreifen.

Bis wann ist Schwangerschaftsübelkeit normal?

Übelkeit in der Schwangerschaft tritt vorwiegend im ersten Trimester auf. Ungefähr 75% bis 80% der werdenden Mütter leiden darunter. Es wird oft Morgenübelkeit gesprochen, viele Schwangere leiden aber unter der Übelkeit zu allen Tageszeiten. Die Übelkeit lässt in den meisten Fällen nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft deutlich nach. Es gibt aber auch Betroffene, bei denen die Übelkeit deutlich länger anhält oder sogar die komplette Schwangerschaft hindurch nicht mehr verschwindet.

Für viele Schwangere ist die Übelkeit vor allem am Morgen ein Problem.Hier tritt Schwangerschaftsübelkeit deshalb besonders stark auf, weil der Magen leer und der Blutzuckerspiegel demzufolge besonders niedrig ist. Aus diesem Grund wird auch empfohlen, direkt morgens nach dem Aufstehen eine Kleinigkeit zu essen. Dies fällt vielen Frauen besonders schwer, da hierzu der Appetit fehlt. Es hilft oft, ein Stück Zwieback oder einen kleinen Keks bereits am Abend neben das Bett zu legen. So lässt sich der Blutzuckerspiegel bereits vor dem Aufstehen erhöhen, und die morgendliche Übelkeit wird deutlich verringert.

Schwangerschaftsübelkeit kann prinzipiell alle Mütter betreffen, tritt aber besonders häufig bei Frauen unter 25 auf. Dies betrifft nicht nur das Unwohlsein, sondern auch das regelmäßige Erbrechen, welches zu Nährstoffmangel führen kann.

Wann zum Arzt?

Schwangerschaftsübelkeit führt nicht nur dazu, dass das Wohlbefinden erheblich eingeschränkt ist. Das häufige Erbrechen kann außerdem einen erheblichen Nährstoffmangel zur Folge haben. Daher ist es sinnvoll, einen Arzt zu konsultieren, um ausschließen, dass das Erbrechen in der Schwangerschaft gesundheitliche Folgen für Mutter oder Baby hat. In den meisten Fällen treten jedoch keine Probleme auf, und das Unwohlsein lässt mit Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels von alleine nach.

Die häufig morgendliche auftretende Schwangerschaftsübelkeit betrifft ungefähr jede dritte werdende Mutter. Sie ist also zunächst einmal als normal zu betrachten und stellt keinen Grund zur Besorgnis dar. Muss die Schwangere allerdings extrem häufig erbrechen und kann kaum Essen bei sich behalten, so kann es sich um eine sogenannte Hyperemesis gravidarum handeln. Da hierbei Gefahr für Mutter und Baby besteht, ist meist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich. Dort wird die Nährstoffversorgung überwacht und sichergestellt.

Wann ist die Gabe von Medikamenten sinnvoll?

Die Verabreichung von Medikamenten in der Schwangerschaft sollte stets gut durchdacht sein. Schwangere versuchen in der Regel zuerst, gemeinsam mit Ärzten und Hebammen Alternativen zu finden und zum Beispiel auf pflanzliche Hausmittel zurückzugreifen. Helfen diese nicht oder nicht in ausreichendem Maße, ist es aber im Sinne von Mutter und Baby, die Übelkeit medikamentös zu bekämpfen. Insbesondere wenn es sich um eine sogenannte Hyperemesis gravidarum handelt, also eine sehr starke Schwangerschaftsübelkeit, die meist auch mit häufigem Erbrechen einhergeht, hilft es normalerweise nicht, einfach nur die üblichen Tipps umzusetzen. Hier ist eine medikamentöse Behandlung unter Umständen der beste Weg.

Das hilft bei Schwangerschaftsübelkeit: Die besten Tipps

  • Essen Sie vor dem Zubettgehen noch eine Kleinigkeit
  • nehmen Sie noch im Bett ein kleines Frühstück zu sich (z.B. Kräutertee, Knäckebrot, Cräcker, Zwieback, Salzstangen, Toast)
  • essen Sie häufig, aber in kleinen Portionen
  • vermeiden Sie fetthaltige, saure, und stark gewürzte Speisen
  • viele Ruhepausen einlegen, Müdigkeit kann die Übelkeit verstärken
  • trinken Sie pro Tag mindestens 2 Liter (stilles Mineralwasser, Kräutertee)

Schwangerschaftsübelkeit behandeln und vorbeugen

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie Schwangere dafür sorgen können, dass ihnen deutlich weniger schlecht ist. Nicht bei jeder Schwangeren funktioniert jedes Hausmittel, daher ist es oft erforderlich, ein wenig herumzuprobieren. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, ein passendes Mittel für die individuelle Situation zu finden.

  • Ingwer

Ingwer ist ein altes Hausmittel und wirkt wohltuend und krampflösend auf den Magen. Die Tipps von Hebammen beinhalten viele Anwendungsmöglichkeiten von Ingwer, am häufigsten wird das vielseitige Mittel als Tee getrunken. Es ist aber auch möglich, ein kleines Stück der Ingwerwurzel einfach zu kauen oder zum Beispiel Kekse mit Ingwer zu backen.

  • B-Vitamine

Eine ausreichende Vitaminversorgung, insbesondere mit Vitamin B6 und Vitamin B12 kann unter Umständen deutlich dabei helfen, die Übelkeit in der Schwangerschaft zu reduzieren. Es ist meist nicht erforderlich, die Vitamine künstlich zuzuführen, wenn für eine gute Ernährung gesorgt ist. Vitamin B12 ist beispielsweise in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten, aber auch in Fleisch, Fisch und Milchprodukten sowie Vollkorngetreide kommt Vitamin B12 vor. Vitamin B6 findet sich ebenfalls in fast allen Lebensmitteln. Hebammen und Ernährungsberater empfehlen oft, die Versorgung unter anderem über Bananen, Avocado oder Nüsse sicherzustellen. Generell sollten Schwangere ausgewogen und vitaminreich essen und Fastfood sowie sehr zuckerhaltige Produkte nur in geringen Mengen zu sich nehmen.

  • Viel Trinken
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Nicht nur das richtige Essen ist bei der Bekämpfung der Schwangerschaftsübelkeit von Bedeutung. Die Flüssigkeitszufuhr spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Damit die werdende Mutter und ihr Baby gut versorgt sind, sollte über den kompletten Tag Verteilt immer wieder ausreichend Wasser zugeführt werden. Da die Morgenübelkeit leider auch gelegentlich dazu führt, dass die Schwangere sich nur schwer zum Trinken von Wasser überwinden kann, empfehlen viele Hebammen, auf Tees auszuweichen. Diese enthalten im Gegensatz zu Kaffee kein Koffein und sind ungesüßt besser für die Gesundheit als das übermäßige Trinken von Säften oder gar Softdrinks

  • Kleine und häufige Mahlzeiten

Eine Reduzierung der pro Mahlzeit zugeführten Nahrungsmenge kann helfen, dafür zu sorgen, dass der Schwangeren vom Essen nicht mehr schlecht wird. Indem die werdende Mutter häufiger und dafür kleinere Portionen isst, sorgt sie für einen gleichmäßigeren Blutzuckerspiegel und kann dadurch die Symptome ihrer Schwangerschaftsübelkeit möglicherweise deutlich mildern. Es empfiehlt sich, immer etwas Gesundes griffbereit zu haben, damit in der Hektik des Alltags nicht aus Mangel an Alternativen der Griff zu überzuckerten oder anderweitig ungesunden Snacks erfolgt.

Neue Studie: Quittensirup hilft bei Schwangerschaftsübelkeit

In der traditionellen iranischen Medizin wird Quittensirup schon lange als Mittel gegen Übelkeit und andere dem Magen zugeordnete Probleme verwendet. Nun zeigen neuere Studien auch deutliche Hinweise darauf, dass das Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit wirken könnte.

Quittensirup hat den Vorteil, dass er deutlich verträglicher ist, als standardmäßig gegen die Übelkeit eingesetzte Medikamente und Naturheilmittel wie zum Beispiel Vitamin B6, Ingwer oder auch Pfefferminze. Allerdings ist der Sirup meist nicht im normalen Einzelhandel erhältlich und muss daher selber hergestellt werden. Sollten zukünftig mehr Frauen bei Schwangerschaftsübelkeit zum Quittensirup greifen, so dürfte aber der ein oder andere Hersteller diese Marktlücke schnell entdecken und schließen. *

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Schwangerschaftsübelkeit mit sanften Methoden behandeln

Gerade in der Schwangerschaft möchte man nicht zu starken Medikamenten greifen, um dem Baby nicht zu schaden. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe von Methoden aus der Naturmedizin, die helfen, die Schwangerschaftsübelkeit zu mildern.

So berichten zum Beispiel viele Betroffene, das sich Akupunktur oder Akupressur positiv auf ihre Beschwerden ausgewirkt haben. Letzteres kann auch zu Hause angewendet werden, zum Beispiel mit einem speziell hierfür entwickelten Akupressur-Armband* . Eine Aroma-Therapie, wie sie auch von einigen Hebammen angeboten wird, kann ebenfalls helfen.

Häufige Fragen zum Thema „Schwangerschaftsübelkeit“

  • Ist Schwangerschaftsübelkeit ein Grund für ein höheres Fehlgeburtsrisiko?

Schwangerschaftsübelkeit führt nicht vermehrt zu Fehlgeburten. Wenn Ihnen in der Schwangerschaft häufig schlecht ist, stellt das kein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt dar. Im Gegenteil: Da die Schwangerschaftsübelkeit häufig durch das erhöhte Schwangerschaftshormon Beta-HCG ausgelöst wird, ist Ihr Baby sogar besonders gut geschützt. Das Fehlgeburtsrisiko sinkt demnach.

  • Ich bin nicht betroffen – Ist trotzdem alles in Ordnung?

Nur ungefähr ein gutes Drittel aller Schwangeren leidet unter Übelkeitssymptomen und muss sich unter Umständen auch häufig übergeben. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Mehrheit der Frauen nicht oder nur in sehr geringem Maße betroffen ist. Wenn Ihnen zu Beginn und auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft nicht übel ist, ist das kein Grund, sich Sorgen zu machen.

  • Wiederholen sich die Symptome in der nächsten Schwangerschaft?

Da jede Schwangerschaft individuell ist, lässt es sich auch nicht vorhersagen, ob beim nächsten Mal erneut Übelkeitsprobleme auftreten werden, wenn diese in der ersten Schwangerschaft ausgeprägt vorhanden waren. Es gibt Hinweise darauf, dass es Frauen gibt, die zu Unwohlsein in der Schwangerschaft neigen, klare Prognosen sind aber nicht möglich. Es besteht daher berechtigte Hoffnung, dass Sie die nächste Schwangerschaft von Anfang an in vollen Zügen genießen können, selbst wenn es Ihnen beim ersten Mal in den ersten Monaten sehr schlecht gegangen sein sollte.

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Nur ein Mythos: Mädchen oder Junge

Häufig wird behauptet, dass Schwangere die unter morgendlicher Übelkeit leiden, ein Mädchen erwarten. Dies ist jedoch statistisch nicht zu belegen. Schwangerschaftsübelkeit tritt unabhängig davon auf, ob es sich bei dem Ungeborenen um einen Jungen oder ein Mädchen handelt.

Fazit

Es gibt leider keine zuverlässige Methode, mit der Frauen der Schwangerschaftsübelkeit vorbeugen können. Eine ernsthafte Gefährdung für die Gesundheit von Mutter oder Kind stellt die Morgenübelkeit jedoch nur in seltenen Fällen dar. Was im individuellen Fall hilft, müssen die Betroffenen letztendlich selber herausfinden. Nicht jedes Mittel hilft bei jeder Betroffenen an. Es lohnt sich unabhängig vom Unwohlsein aber auf jeden Fall, gesund zu essen und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Wir wünschen allen werdenden Müttern eine schöne Schwangerschaft. Wir drücken die Daumen, dass Sie einen guten Weg finden, mit den damit verbundenen Beschwerden umzugehen.

*Quelle: https://www.carstens-stiftung.de/artikel/gar-nicht-uebel-quittensirup-bei-schwangerschaftsuebelkeit.html

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