Normalerweise verlaufen in der Nabelschnur drei Adern, zwei Nabelarterien und eine Nabelvene, über die das Kind mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden ist. Bei einer von 100 Schwangerschaften kommt es vor, das eine singuläre Nabelschnurarterie vorliegt. Das heißt, das statt zwei nur eine Arterie vorhanden ist. Diese eine Arterie ist dann etwas dicker als normal, sodass das Kind ausreichend versorgt wird und es sich gut entwickeln kann.

Singuläre Nabelschnurarterie: (K)ein Grund zur Sorge?

Diese singuläre Nabelschnurarterie (sNSA), auch als singuläre Umbilikalarterie (SUA) bezeichnet, ist ein Softmarker. Das heißt, es kann, muss aber nicht, ein Hinweis auf eine mögliche Fehlbildung des Fötus sein. So kann die singuläre Nabelschnurarterie ein Hinweis auf folgende Erkrankungen sein:

  • Edwards-Syndrom bzw. Trisomie 18 in ca. 5% der Fälle
  • Pätau-Syndrom bzw. Trisomie 13 in ca. 2% der Singulären Nabelschnurarterien-Fälle
  • Trisomie 9
  • Pallister-Killian-Syndrom
  • Herzfehler in ca. 6% der Fälle
  • Fehlbildungen im Urogenitalbereich (besonders betroffen sind hier Nieren) in ca. 6,5% der Fälle

Deshalb wird in der 20. Schwangerschaftswoche eine große Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Während dieser Ultraschalluntersuchung werden alle Organe des Kindes untersucht und soweit möglich auf ihre Funktion kontrolliert.

Eine Fruchtwasserpunktion oder gar eine Chromosomenanalyse wird in der Regel nur bei einem äußerst starken Sicherheitsbedürfnis der Schwangeren vorgenommen.

Die Gute Nachricht

In der Regel erlaufen die Schwangerschaften, in denen eine singuläre Nabelschnurarterie vorkommt, aber komplikationslos. Die meisten Kinder, die mit einer einfachen Nabelschnurarterie heranwachsen, werden gesund und normal entwickelt geboren.