Speziell zu Beginn machen sich Mütter, die ihr Baby stillen, Gedanken darüber, ob es genug Milch bekommt; vor allem dann wenn es häufig gestillt werden möchte oder nach dem Stillen besonders unruhig ist. Doch gilt, dass die Menge, die ein Baby trinkt, sich von Mahlzeit zu Mahlzeit oder täglich ändern kann.

So beunruhigt es stillende Mütter oft, dass sie nicht genau über die Nahrungsmenge ihres Kindes Bescheid wissen, da man die Brust ja nicht wie eine Flasche hinsichtlich der getrunkenen Menge kontrollieren kann. Dennoch kann man einige Anhaltspunkte beachten, um die Sicherheit zu haben, dass das Baby beim Stillen genug Milch trinkt:

  • Man kann das Baby schlucken und schmatzen hören.
  • Beim Stillen fühlt man die Mutter in der Brust ein leichtes Kribbeln oder Zehen
  • Während das Kind an einer Brustwarze saugt, tropft aus der anderen Muttermilch
  • Der Mund und die Zunge des Babys sind feucht
  • Man kann in den Mundwinkeln des Babys ein wenig Milch erkennen
  • Stillen kann dazu führen, dass die Mutter Nachwehen bekommt
  • Stillen kann die Mutter durstig machen
  • 6 – 8 nasse Windeln täglich sind normal
  • Die Haut des Babys wirkt rosig, fest und elastisch
  • Das Baby ist an seiner Umwelt interessiert, wirkt wach und lebhaft

Babys, die gestillt werden, sollten zwischen dem 5. Tag bis etwa zur 5. Lebenswoche mindestens einmal pro Tag (innerhalb von 24 Std.) Stuhlgang haben, zwischen der 4. und 8. Woche ist es auch normal, wenn das Baby nur einmal innerhalb einer Woche Stuhlgang aufweist, wichtig ist, dass es tägliche nasse Windeln hat.

Auch interessant:  Die Stilldemenz: Wenn Mama alles vergisst

Das Baby sollte regelmäßig Gewicht zulegen, nach der Geburt kann es allerdings noch einmal 10 Prozent seines Geburtsgewichts verlieren, wenn es dieses wieder erreicht hat, sollte es während der ersten 3 Monate etwa 150 bis 250 Gramm wöchentlich zunehmen.

Wichtig ist, dass man weiß, dass die Milchmenge nicht von der Größe der Brüste, bevor die Mutter schwanger wurde, abhängig ist. Das Drüsengewebe, das sich im Rahmen der Schwangerschaft entwickelt, ist hier maßgeblich: dieses bildet sich nach der Stillzeit wieder zurück, was dazu führt, dass die Brust in manchen Fällen weich wird.

Zudem gilt, dass man das Baby –allem zu Beginn – immer stillen sollte, wenn es das möchte, das kann ab dem dritten oder vierten Tag acht bis 15 Mal sein. Dennoch ist ein Still-Intervall von etwa zwei Stunden später sinnvoll, da dies die Zeit ist, die benötigt wird, damit das Baby die Mahlzeit verdauen kann, ebenso lange braucht die Brust, um wieder mit Muttermilch gefüllt zu werden.

Man sollte daher das Baby nicht zu oft anlegen, damit es nicht „faul“ wird: Denn Trinken ist anstrengend und wenn es zu häufig, dafür aber wenig trinkt bzw. die Brust nie leer getrunken wird, kommt es womöglich auch zu einer niedrigeren Milchproduktion, da sich der Körper auf die geringe Nachfrage einstellt und er nur das produziert, was getrunken wurde; so kann es sein, dass die Bildung der Milch nicht ausreichend in Gang kommt.

Photo by freestocks.org on Unsplash