Nun hat das Stillen aber nicht nur positive Effekte auf die Mutter-Kind-Beziehung sowie auf die emotionale, physische und psychische Gesundheit des Babys, sondern wirkt sich auch günstig auf die Gesundheit der stillenden Mutter aus. Hier folgen nun einige weitere Gründe, warum man als Mutter, wenn möglich, das Stillen gegenüber der Ernährung des Kindes mit der Flasche bevorzugen sollte:

  • Häufiges Stillen gleich nach der Geburt hat positive Auswirkungen auf eine effektive und rasche Rückbildung des Uterus der stillenden Mutter. Damit im Zusammenhang steht eine Reduzierung der Blutungen nach der Geburt hinsichtlich Stärke und Dauer, somit ist auch das Risiko einer Anämie deutlich niedriger.
  • So haben Studien ergeben, dass das Risiko einer Mutter, die regelmäßig stillt, an Eierstockkrebs oder vor der Menopause an Brustkrebs zu erkranken, beträchtlich sinkt.
  • Für viele Frauen interessant ist auch, dass man durchschnittlich eine raschere natürliche Gewichtsabnahme bei stillenden Müttern nach der Geburt feststellen kann, weil bestimmte Hormone beim Stillen dafür sorgen, dass die Fettreserven der Mutter optimal ausgewertet werden.
  • Diabetikerinnen sollen darüber Bescheid wissen, dass während der Stillzeit im Allgemeinen eine Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes eintritt.
  • Stillen führt außerdem zu einem verminderten Risiko der stillenden Mutter, später einmal an Osteoporose zu erkranken, dies steht damit im Zusammenhang, dass nachdem man das Kind abgestillt hat, sehr viel mehr an Kalzium in den Knochen gespeichert wird.
  • Statistiken kann man entnehmen, dass es beim Stillen zu einer Verlängerung des natürlichen Empfängnisschutzes kommt, da der bei der stillenden Mutter festzustellende erhöhte Prolaktinspiegel bewirkt, dass der Eisprung erst später wieder einsetzt. Hier sollte man jedoch bedenken, dass jede Frau anders reagiert und daher stets Vorsicht geboten werden sollte!
  • Auch während der Zeit, in der die Mutter ihr Baby still, kann natürliche Familienplanung angewandt werden, gesetzt den Fall, dass man die so genannten Laktations-Amenorrhoe-Methode (kurz: LAM) verwendet. Hier gilt, dass, wenn man auf alle Bedingungen genau Rücksicht nimmt und die Umstände beobachtet, mit Hilfe von LAM während des ersten halben Lebensjahres des gestillten Babys eine weitere Schwangerschaft mit einer Sicherheit von 98 Prozent verhindert werden kann.
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