In Österreich heißt es Fatschen, und schon unsere Urgroßmütter wussten, wie wohl es den Kleinsten tut: Pucken ist eine traditionelle Wickeltechnik, bei der vor allem Neugeborene stramm in ein Tuch eingewickelt werden. So erfahren die Babys wohlige Wärme und Begrenzung, wie sie es aus dem Mutterleib kennen – und schlafen oft besser, länger und ruhiger.

Man stelle sich vor: Erst war alles dunkel, eng und begrenzt in Mamas Bauch. 9 Monate bot diese Begrenzung Schutz und Halt für das Ungeborene. Nun ist das Baby auf der Welt, alles ist hell, laut und vor allem: so weit und groß! Neugeborene kämpfen am Anfang oft mit dieser Weite, sie weinen, wenn man sie aus der sicheren Umarmung von Mama oder Papa ablegen will, und wenn sie auf dem Rücken liegen, lässt die unwillkürliche, ruckartige Bewegung der eigenen Ärmchen sie immer wieder aus dem Schlaf hochschrecken. Das ist der so genannte Moro-Reflex. Durchaus sinnvoll für unsere evolutionären Urahnen, die sich noch im Fell der Mutter festhielten – aber gerade unruhigen, weinerlichen Babys gibt dieses „Auseinanderfallen“ oft den Rest. Hier kann Pucken wahre Wunder wirken.

Pucken: Schief gewickelt? Keineswegs.

Wer zum ersten Mal ein gepucktes Kind sieht, mag denken: Das arme Baby! In der Tat sieht das stramm gewickelte Bündel, aus dem nur der Kopf herausschaut, für uns Erwachsene gewöhnungsbedürftig aus. Sobald man sich aber die Enge im Mutterleib in Erinnerung ruft und sieht, wie das Baby sich in der Festigkeit und angenehmen Begrenzung der es umgebenden Decke entspannt und friedlich einschlummert, verliert man diese Zweifel.

Pucken: Ein simpler Trick für sanften Halt und besseren Schlaf

Studien haben gezeigt, dass gepuckte Babys längere und ruhigere Schlafphasen haben können. Denn durch den Halt der Ärmchen am Körper schrecken sie vor allem in den Leichtschlafphasen nicht durch eigene Bewegungen aus dem Schlaf hoch und können zum Beispiel auch den Schnuller nicht so leicht aus dem Mund schlagen, wenn sie unkontrolliert mit den Händchen durchs Gesicht fahren.

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Kann man jedes Baby pucken?

Grundsätzlich ja – ein paar Dinge gilt es aus medizinischer Sicht jedoch zu beachten: Die Temperatur im Schlafzimmer darf nicht zu hoch sein, und das Baby sollte unter der Puckdecke nicht zu warm angezogen sein, um Überhitzung zu vermeiden. Aus ebendiesem Grund sollte man auch bei Fieber und direkt nach einer Impfung sicherheitshalber auf das Pucken verzichten. Hat das Baby eine unreife Hüfte (Hüftdysplasie), sollte der Kinderarzt zunächst zu Rate gezogen werden, auf jeden Fall muss dann an den Beinen schön weit gepuckt werden, damit hier die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird.

Auch interessant:  Der Moro-Reflex

Pucken – womit und wie lange?

Am besten eignet sich eine leichte Decke aus Naturfasern mit den Maßen 80×80 cm. Wer das Pucken erst einmal ausprobieren möchte, kann übrigens prima aus einem alten Bettlaken oder -bezug aus Jersey oder Baumwolle eine Puckdecke ausschneiden! Wenn Baby und Mama Gefallen daran finden, gibt es Pucktücher z.B. auch von Hoppediz und Alvi (je ca. 15 bzw. 20 Euro) oder praktische Pucksäcke mit Klettverschluss von Swaddle Me.

Pucken ist vor allem für die ersten 12 Wochen geeignet – aber auch über den 3. Monat hinaus lassen sich viele Babys gern noch zum Schlafen fest einwickeln. Vertrauen Sie auf Ihr Gefühl und Ihr Baby – es zeigt Ihnen, wenn es nicht mehr gepuckt werden möchte. Spätestens, wenn sich das Kind im Schlaf in die Bauchlage dreht, ist die Puckzeit jedoch vorbei, denn dann braucht es die Arme zum Abstützen.

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Baby pucken: Und so geht‘s:

  1. Legen Sie Tuch oder Decke ausgebreitet mit der Spitze nach oben vor sich hin, so dass eine Raute entsteht. Nun schlagen Sie die obere Spitze ca. 30 cm nach innen ein (das Tuch sieht nun aus wie ein Diamant) und legen Ihr Baby so auf das Tuch, dass die Schultern ca. 3 bis 4 cm unterhalb der oberen Tuchkante liegen.
  2. Wickeln Sie nun die von Ihnen aus gesehen rechte Tuchkante um Ihr Baby. Dazu fassen Sie mit der linken Hand das linke Ärmchen Ihres Babys und halten es leicht angewinkelt auf seinen Bauch. Mit der rechten Hand führen Sie die obere Kante des Tuchs unter Zug über die Schulter Ihres Babys schräg nach vorn. Ziehen Sie den Stoff so fest, dass Sie ihn unter dem Rücken des Kindes feststecken können.
  3. Diesen Schritt wiederholen Sie mit der anderen Seite. Achten Sie darauf, dass die Stoffstücke faltenfrei hinter den Rücken gesteckt werden. Den unteren Teil des Tuches können Sie einschlagen oder einfach so liegen lassen.
  4. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht direkt beim ersten Mal klappt, und üben Sie am besten tagsüber mit einem satten, zufriedenen Baby – dann fällt es Ihnen leichter, wenn das Baby müde ist, weint oder strampelt und die Beruhigung im Pucktuch wirklich braucht.

Foto: © StefanieBaum Adobe Stock

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