5 Wegweiser, mit denen Sie den richtigen Kinderarzt finden

Jede Mutter möchte ihr Kind immer in den besten Händen wissen – insbesondere jedoch, wenn es krank ist, und sie allein dem kleinen Wesen nicht helfen kann und somit auf das medizinische Fachwissen des Kinderarztes oder der Kinderärztin vertrauen muss. Gerade deshalb ist es wichtig, den Arzt zu finden, bei dem sich Mutter und Kind gleichermaßen gut aufgehoben fühlen.

1. Wichtigste Referenz sind begeisterte Eltern und kleine Patienten

Die beste Empfehlung für jeden Kinderarzt sind begeisterte Eltern und Kinder, die gerne zu “Onkel oder Tante Doktor“ gehen. Fragen Sie in Ihrer Familie, bei Ihren Freunden und Bekannten nach, wer mit welchem Kinderarzt welche Erfahrungen gemacht hat und sammeln Sie die ausgesprochenen Empfehlungen.

2. Vergleich und Auswertung der Empfehlungen

Vergleichen Sie die erhaltenen Empfehlungen vor allem in Hinblick darauf, was Ihnen persönlich wichtig ist. Möchten Sie einen rein schulmedizinischen Kinderarzt oder lieber einen, der ebenso in Homöopathie ausgebildet ist und zuallererst mit sanften Mitteln versucht, ihr Kind von seinen Beschwerden zu befreien? Soll Ihr Kind geimpft werden, oder stehen Sie den vorgegebenen Impfterminen eher skeptisch gegenüber? Bevorzugen Sie eine Einzelpraxis oder ein in sich geschlossenes Experten-Team? Finden Sie heraus, was Ihnen persönlich für Ihr Kind wichtig ist und filtern Sie so die Empfehlungen.

3. Lage der Praxis

Sobald Sie Ihre erste Auswahl eingegrenzt haben, schauen Sie im Telefonbuch oder im Internet nach, wo sich die Praxis befindet. Denn nur dann, wenn Sie mobil sind und einen eigenen Pkw zur Verfügung haben, darf auch ein Kinderarzt, der weiter entfernt ist, in Frage kommen.

Sind Sie auf Bus oder Bahn angewiesen, empfiehlt es sich, zu weit entfernte Kinderärzte von vornherein auszuklammern. Bedenken Sie, dass Sie die Wegstrecke bei einer schwerwiegenden Erkrankung oder nacheinander auftretenden Infekten immer wieder werden zurücklegen müssen.

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4. Öffnungszeiten der Praxis

Ebenso wie die Lage des Kinderarztes können auch die Öffnungszeiten bzw. Sprechstunden für Sie entscheidend sein. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Praxen, die nicht nur an allen Wochentagen, sondern auch verlängert bis in die frühen Abendstunden geöffnet haben, um auch berufstätigen Eltern gerecht zu werden. Da Kinder sich nicht aussuchen, wann sie Fieber bekommen, sich einen Schnupfen einfangen, oder sich eine Murmel in die Nase stecken, können verlängerte Sprechstunden hilfreich sein. Insbesondere, da sich die Behandlungstermine besser über den Tag verteilen lassen und die Wartezeiten zumeist kürzer sind.

5. Den Kinderarzt auf Herz und Nieren prüfen

Auch wenn Ihr Baby noch gar nicht auf der Welt ist, haben Sie schon jetzt die Möglichkeit, die Kinderärzte, die Ihr Auswahlverfahren überstanden haben oder auch diejenigen, bei denen Sie sich noch nicht ganz sicher sind, auf Herz und Nieren zu prüfen. Dafür müssen Sie nur einen Termin vereinbaren, um Praxis, Personal und natürlich den Kinderarzt oder die Kinderärztin selbst persönlich kennen zu lernen. Sie werden im Gespräch schnell merken, ob Sie sich dort gut aufgehoben fühlen oder nicht.

Und als kleiner Tipp:

Stellen Sie so viele Fragen wie möglich, oder zumindest alle, die Sie wirklich beantwortet haben möchten. Allein schon, um herauszufinden, wie viel Zeit Ihnen und Ihren Bedürfnissen gewidmet wird, mit wie viel Ernsthaftigkeit, Souveränität und Geduld. Denn nur, wenn Sie sich ernst genommen und gut betreut fühlen, werden Sie auch im Ernstfall auf den Arzt Ihres Kindes vertrauen können.

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