Das Baby ist unterwegs und Sie freuen sich natürlich unbändig. Was gibt es jetzt nicht alles zu organisieren, zu überlegen, zu besorgen! Doch eine Hebamme zu finden – daran denken leider viele Mütter relativ spät.

Das sollten Sie besser nicht tun, denn eine gute Hebamme kann Ihnen bei vielen Dingen in der Schwangerschaft, bei der Geburt und später im Wochenbett zur Seite stehen, Ihnen wertvolle Tipps geben. Gehen Sie aber zu spät auf Hebammensuche, dann könnten die Hebammen aus der näheren Umgebung bereits ausgebucht sein.

Die richtige Hebamme finden: Kümmern Sie sich frühzeitig!

Wenn Sie eine Hebamme gefunden haben, die mit Ihnen auf einer Wellenlänge liegt, dann ist das ein Geschenk. Alle Mütter, ob Erstgebärende oder schon erfahrene Mutter, wissen ihre Hebamme sehr zu schätzen. Oft sagen sie im Nachhinein, dass die Hebamme ihnen viel Sicherheit im Umgang mit dem Neugeborenen gegeben hat, ihnen bei Stillschwierigkeiten oder dem Baby bei jeglichen Startproblemchen kompetent geholfen hat.

Die meisten Mütter wollen beim zweiten Kind keine neue Hebamme suchen, sondern bleiben bei „ihrer“ Hebamme. Suchen Sie am besten bereits ab der SSW 12. Rufen Sie dazu in einer Hebammenpraxis an, in der Geburtshilfe eines Krankenhauses oder suchen Sie im Internet nach Telefonnummern von Hebammen in der Nähe. Wenn Sie unsicher sind, dann fragen Sie einfach Freundinnen oder Bekannte, die bereits Kinder haben. Diese geben Ihnen sicher gerne Tipps, wie Sie eine Hebamme finden und welche empfehlenswert sind.

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Welche Hebamme ist die richtige für mich?

Diese Frage stellen sich alle Mütter, die sich für die Betreuung durch eine Hebamme entscheiden. Sie wollen eine Hebamme, die auf Ihre Vorstellungen von der Kindererziehung eingeht. Möchten Sie also z.B. unbedingt stillen oder Stoffwindeln benutzen, dann wäre es natürlich am schönsten, wenn Ihre Hebamme Sie darin unterstützt und diese Entscheidungen mit Ihnen trägt.

Die beste Auskunft über die Einstellungen der verschiedenen Hebammen aus Ihrer Nähe geben Ihnen wieder Freundinnen und Bekannte. Sie können aus eigener Erfahrung sagen, welche Hebamme sich besonders gut mit Homöopathie auskennt, welche sich bei Stillschwierigkeiten als echte Hilfe erwiesen hat usw.

Ab wann brauche ich eine Hebamme und welche Hilfe kann sie mir bieten?

Schon vor der Geburt kann eine Hebamme beratend zur Seite stehen, wenn es um Fragen geht, wie die Auswahl der richtigen Klinik oder die Entbindung im Geburtshaus. Möchten Sie nicht die gesamte Vorsorge beim Gynäkologen machen, kann auch die Hebamme einen Teil übernehmen.

Haben Sie beispielsweise Probleme in der Schwangerschaft, dann kann Ihnen so manche Hebamme mit Fußreflexzonentherapie, Moxing, Akupunktur und vielen anderen Behandlungen helfen. Will sich Ihr Baby z.B. noch immer nicht drehen, wird Ihnen die Hebamme zusätzlich zu den Leistungen des Arztes verschiedene Behandlungsmöglichkeiten empfehlen und auch selbst durchführen.

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Wenn Sie Glück haben, finden Sie sogar eine sogenannte Beleghebamme, die Sie auch während der Geburt im Krankenhaus betreut. Hebammen kennen sich wie keine andere Berufssparte mit der Geburtshilfe aus. Hebammengeführte Kreissäle werden daher immer häufiger.

Die meisten Frauen möchten aber eine Hebamme, die sie in der Nachsorge unterstützt. Hierbei geht es um die Kontrolle der Narben von Kaiser- oder Dammschnitt, um Hilfe beim Stillen, bei der Babypflege, Rückbildung und seelische Unterstützung bei Unsicherheiten. Gerade im Wochenbett sind Sie selbst emotional manchmal labil und benötigen die routinierte Unterstützung einer Frau. Da ist es gut, eine Hebamme zur Seite stehen zu haben, die die Wochenbettbetreuung bei Ihnen zu Hause übernimmt. Sie wird Sie in allen wichtigen Fragen zum Baby kompetent beraten und schulen.

Wer zahlt die Leistungen der Hebamme?

Haben Sie ihre Hebamme gefunden, müssen Sie sich keine Gedanken machen, dass Sie diese nicht bezahlen könnten. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs, die Betreuung während der Geburt bei Beleghebammen und die Wochenbettbetreuung.

Auch beim fünften Kind in fünf Jahren dürfen Sie einen Geburtsvorbereitungskurs buchen. Gehen Sie jedoch dann nicht zu den Terminen, müssen Sie in der Regel den ausgefallenen Termin der Hebamme selbst zahlen. Die Hebamme kann nämlich bei der Krankenkasse nur die tatsächlich geleisteten Stunden abrechnen. Auch bei Privatversicherten übernimmt die Kasse die Kosten für den Kurs. Die Hebamme schickt ganz normal eine Rechnung an Sie, die Sie dann einreichen. Beim Rückbildungskurs verhält es sich genau wie beim Vorbereitungskurs.

Die Übernahme der Kosten für Partnertermine ist nicht bei jeder Kasse gewährleistet. Am besten rufen Sie Ihre Krankenkasse bzw. die Ihres Partners vorher an und hören nach, ob die Partnertermine übernommen werden. Normalerweise dürfen bei ein bis zwei Terminen die Männer ebenfalls zum Vorbereitungskurs hinzukommen. Der Extrabeitrag wird nicht von allen Kassen gezahlt, ist jedoch meist nicht allzu hoch.

Während der Geburt werden Sie höchstwahrscheinlich viele verschiedene Hebammen betreuen. Dies ist für Kassenpatienten gar kein Problem. Die Kasse bezahlt diese Leistungen natürlich. Bei Privatversicherten flattern in den Wochen nach der Geburt von jeder Hebamme, die im Kreissaal bei der Entbindung betreut hat, Rechnungen ins Haus. Aber auch hier übernimmt die Kasse alle Kosten.

Zunächst kommt die Hebamme täglich zu Ihnen ins Haus und schaut nach Ihnen und dem Kind. Später werden die Abstände größer, je nachdem, wie gut Sie schon zurecht kommen und wie sich das Baby entwickelt. Bei Stillproblemen oder Ernährungsschwierigkeiten dürfen Sie nach der zwölften Lebenswoche des Babys die Hilfe der Hebamme bis zu acht Mal in Anspruch nehmen.