Nur die ausgehöhlte Kürbisfratze auf dem Fensterbrett reicht mit Sicherheit nicht aus, um eine richtig schaurig schöne Halloween-Nacht auszugestalten. Doch mit wenigen Handgriffen und vor allem allerhand Ideen, die nicht viel kosten, lässt sich eine Dekoration gestalten, bei der selbst Geister noch erblassen würden, wenn ihr Teint nicht ohnehin schon viel zu weiß wäre. Vielleicht habt ihr ja auch noch Ideen, die einfach und schnell nachzumachen sind und die ihr gerne hier einstellen wollt. Vorab jedoch schon einmal meine jährlichen Highlights. Viel Spaß beim Nachbasteln …

Schwebende Geister

Für die schwebenden Geister benötigt ihr lediglich einfache Luftballons, weißen Stoff und eine Schnur zum Aufhängen. Und so einfach funktioniert es: Luftballons aufblasen, weißen Stoff locker darüber drapieren, dass es unten schön lose baumelt, oder aber ihn unterhalb des Luftballons als Geisterkopf noch einmal mit einem Stück Schnur abbinden. Und nun: Ab damit unter die Decke oder zwischen die Türrahmen befestigen. Wer mag kann die Geister, die sich fortan bei jedem Lufthauch schaurig im Wind wiegen werden, auch noch mit gespenstischen Gesichtern versehen und diese mit Filzstift einfach auf das Tuch aufmalen. Doch auch ohne Gesicht sind die schwebenden Geister mit der richtigen Beleuchtung schon gruselig genug.

Ekelige Krabbelviecher

Wer, außer den Spinnen mit widerlich langen Beinen sollte mit den ekeligen Krabbelviechern wohl gemeint sein? Auch diese könnt ihr ganz einfach selbst herstellen und eure Kids in einer gemeinsamen Bastelstunde begeistern. Dafür braucht ihr, passend zu Halloween, schwarze und orangefarbene Pfeifenputzer für die Spinnenbeine, kleine Styroporkugeln aus dem Bastelbedarf für die Spinnenkörper, schwarze und weiße Farbe samt Pinsel – am besten Acrylfarbe – zum Bemalen des Spinnenkörpers, dazu noch ein wenig Klebstoff, ein wenig Schnur oder Faden und schon kann die Spinnenzucht beginnen. Und so funktioniert es: Legt die Pfeifenputzer den Farben nach abwechselnd über Kreuz und bindet Sie, sobald ihr genügend Beine habt, stabil mit einem Faden zusammen. Dann biegt ihr die Enden der Beinchen nach außen, damit die typische Laufbewegung einer Spinne entsteht. Die Styroporkugel wird unterdessen mit schwarzer Acrylfarbe angemalt. Lasst sie erst gut trocknen, bevor ihr dem Körper im Anschluss noch ein fieses oder wahlweise auch niedliches Gesicht und dem Körper vielleicht ein Kreuz auf dem Rücken in weißer Farbe verpasst. Jetzt einfach nur noch Körper und Beine mit Hilfe des Klebstoffs aneinander befestigen, schon können die ekeligen kleinen Viecher durch die Wohnung krabbeln, ihren Platz in einem selbst gemachten Spinnennetz aus Wollfäden finden, oder natürlich auch als Tischdekoration über Teller und aus Tassen krauchen.

Schatten werfende Fledermäuse

Was wäre Halloween ohne die dunklen Gestalten der Nacht, ohne Fledermäuse? Sie können einzeln, aber auch in Scharen auftauchen und vor allem genau dort, wo ihr es für gruselig genug haltet: zur Abschreckung am Fenster, die Geister begrüßend an der Haustür, nistend auf dem Wohnzimmerschrank oder auch auf dem Tisch, die Halloween-Leckereien plündernd. Dafür fertigt ihr euch einfach eine Vorlage auf Papier, übertragt diese auf schwarzen Tonkarton, schneidet die Fledermäuse aus und schon könnt ihr sie gruselig durch die Wohnung flattern lassen. Sie machen sich beispielsweise auch schön auf Windlichtern, da sie hier ihre langen und gefürchteten Schatten werfen können.

Geisterndes Skelett

Das geisternde Skelett – auf Wunsch auch samt mehreren Kumpanen – ist zwar ein wenig aufwändiger zu gestalten, macht mit den Kids zusammen aber gleich doppelt so viel Spaß. Gearbeitet wird hier mit Window Color. Am einfachsten funktioniert es natürlich, wenn ihr dafür die Vorlage eines kompletten Skelettes habt und so die einzelnen Knochen einfach auf die stabile Window Color Folie übertragen könnt. Es sieht aber genauso witzig aus, wenn ihr nur Gliedmaßen wie einen einzelnen Arm oder ein einzelnes Bein benutzt. Und so funktioniert das geisternde Skelett: Die einzelnen Knochen mit schwarzer Kontur auf die Window Color Folie aufmalen und mit fluoriszierender Farbe ausmalen. Am gruseligsten sieht es mit gelber Leuchtfarbe aus. Nachdem die Knochen gut getrocknet sind, ausschneiden und wieder als vollständiges Skelett oder als vollständiges Gliedmaß lose mit einem durchsichtigen Faden zusammenbinden. Dann nur noch einen schönen Platz suchen, damit das geisternde Skelett genau das machen kann, wofür es vorgesehen ist: Große und kleine Besucher so richtig schön erschrecken und erschaudern lassen.

Schaurig-schönes Friedhofskreuz

Für das Friedhofskreuz benötigt ihr nur ein großes Stück Styropor, ein Teppichmesser und schwarze Sprühfarbe. Zeichnet die Form des Kreuzes, das ihr aus dem Styropor schneiden möchtet am besten auf diesem vor, damit ihr es nachher beim Schneiden einfacher habt. Jetzt nur noch das Teppichmesser zücken, das Kreuz ausschneiden und mit der Sprühfarbe in ein gruseliges Schwarz eintauchen. An einem passenden Ort aufstellen bspw. im Garten, ein paar Grablichter drum herum drapieren und schon kann das schaurig-schöne Fest beginnen. Wer so richtig auf Halloween steht und handwerklich ein wenig geschickter ist, kann natürlich auch einen Sarg aus dem Styropor ausschneiden. Wird dieser dann schräg aufgestellt, ein wenig ausgeleuchtet und zudem noch mit Trockeneis befüllt, läuft das Trockeneis schaurig über den Boden wieder hinaus. Das aber ist vielleicht schon eine Dekoration für Fortgeschrittene – sowohl handwerklich als auch vom Alter her.

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Geistergalerie

Oftmals haben Eltern Kartonweise Karnevalsverkleidungen, aus denen die Kids mittlerweile herausgewachsen sind bzw. die sie einfach nicht mehr tragen möchten. Sofern sich Masken in dieser Schatztruhe befinden, eignen sich diese hervorragend, um eine Geistergalerie zu erstellen. Einfach die Masken ausstopfen, so dass sie Kontur erhalten, die Augen jedoch frei lassen und nach Möglichkeit von innen rot ausleuchten. Dann nur noch aufhängen und schon ist die Geistergalerie fertig. Wem die Ausleuchtung zu kompliziert ist, strahlt die Geistergalerie einfach im Gesamten rot oder gelb an. Auch das ist schon gruselig genug. Und die Einzelteile der Kostüme von Hexe, Geist, Zauberer, Magier und Co. lassen sich mit Sicherheit auch noch irgendwie in die Gesamtdekoration unterbringen.

Gruseliges Gesamtkunstwerk

Bei dem gruseligen Gesamtkunstwerk handelt es sich um eine superschöne Idee für einen gemeinsamen Spiel- oder Familiennachmittag. Denn je mehr Hände hier mithelfen, desto eindrucksvoller das Gesamtergebnis. Ziel ist es, gemeinsam eine Halloween-Tischdecke zu gestalten, für die ihr die folgenden Materialien braucht: Eine einfarbige Baumwoll-Tischdecke, Stoffmalfarben und gegebenenfalls Wachskreide sowie nach Wunsch Kleber, Glitzersteinchen oder Glitzerstreu. Zudem könnt ihr hier eigentlich alles verwenden, was euch so einfällt und was sich irgendwie an und auf der Tischdecke befestigen lässt. Sie die Utensilien so aufgebaut, dass sich auch jeder daran bedienen kann, kann es auch schon losgehen. Denn jetzt heißt es einfach nur noch: Malen, malen, malen.

Zuckersüßes Spukschloss

Für das zuckersüße Spukschloss benötigt ihr – je nach Größe – mehrere Pakete Würfelzucker, ein wenig Puderzucker, Zitronensaft oder Eiweiß, Teelichter und eine Unterlage, auf der ihr arbeiten könnt wie ein Tablett oder eine Servierplatte aus Glas. Wie früher mit den Bauklötzen heißt es nun: „Schaffe, schaffe, Türmchen bauen!“ Nur dass ihr diesmal keine Bauklötze zur Verfügung habt, sondern filigraner mit Würfelzucker bauen müsst. Damit euer zuckersüßes Spukschloss die erforderliche Stabilität erhält, werden die einzelnen Reihen mit dem Gemisch aus Zitronensaft, Eiweiß und Puderzucker zusammengeklebt, also quasi zementiert. Dafür benutzt ihr am besten ein Messer, um die Masse so unauffällig und gleichzeitig glatt wie möglich aufzutragen. Es funktioniert aber auch mit einer kleinen Einwegspritze. Eurer Fantasie sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Allerdings solltet ihr schon im Vorfeld bedenken, dass euer zuckersüßes Spukschloss nur dann perfekt von innen ausgeleuchtet werden kann, wenn sich im Inneren auch genügend Raum für Teelichter befindet. Am besten also zuerst einmal die Türme hochziehen. Und das geht wie folgt: Zuerst einmal rührt ihr wahlweise mit Zitronensaft und Puderzucker oder alternativ mit Puderzucker und Eiweiß einen sehr klebrigen und damit vor allem gut haftenden Zuckerguss an. Nun könnt ihr direkt damit beginnen, den ersten Turm des Spukschlosses zu erbauen. Dafür formt ihr aus den einzelnen Würfeln einen Kreis, der groß genug sein sollte, um im Inneren ein Teelicht zu beherbergen. Der zweite Kreis kommt versetzt auf den ersten und wird direkt mit dem Zuckerguss befestigt, damit die Würfel nicht verrutschen, was umso ärgerlicher wäre, je höher euer Turm schon ist. So baut ihr insgesamt vier Türme, die ihr über Nacht gut trocknen lasst. Am nächsten Tag dann nur noch Mauern zwischen die Türme setzen, die Teelichter einfügen und anzünden, schon habt ihr ein zuckersüßes Leuchtobjekt oder auch eine wunderschöne Dekoration für die Halloween-Tafel, die trotz der Hitze der Teelichter nicht karamellisiert.

Zuckersüße Geister-Deko für Kuchen, Torten und Muffins

Einfache Kuchen, Torten und Muffins könnt ihr ebenfalls schnell dekorieren. Dafür braucht ihr nur Dauerlutscher, Butterbrotpapier, ein Stück Faden oder Schnur sowie Filzstifte zum Bemalen. Es funktionieren natürlich alle Arten von Dauerlutschern, aber kleine runde wie beispielsweise die einfachen Kirschlutscher, die es oft genug für Kinder als Beigabe bei Bäcker und Co. gibt, eignen sich hierfür am besten. Über den Kopf des Dauerlutschers einfach ein kleines viereckiges Stück Butterbrotpapier legen, das noch lang genug ist, um es unterhalb des Dauerlutscherkopfes mit einem Stück Faden oder Schnur zusammenbinden. Dann noch gruselige Geisterfratzen aufmalen und ab damit in den Kuchen, die Torte oder die Muffins. Einfacher geht Deko kaum noch. Ich hoffe, ich konnte euch neben ausgehöhltem Kürbis und einer Vielzahl von Kerzen noch ein paar anregende Ideen liefern und freue mich natürlich auf eure.

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