In vielen Fällen tritt eine Entzündung der Brust in Verbindung mit einem Milchstau auf. Der Grund dafür sind Bakterien, welche sich rasch in der warmen, angestauten Muttermilch bilden können. Die Keime, die dafür verantwortlich sind, dringen meist über Mund, Nase oder Rachen des Kindes in einen Milchkanal, oft über wunde Brustwarzen.

Aber auch ein Problem beim Stillen, durch falsches Anlegen des Babys zum Beispiel, kann zu einer (nicht infektiösen) Brustentzündung führen. Eine andere Ursache kann ein geschwächtes Immunsystem der Mutter sein. Prinzipiell gilt, dass Mütter beim ersten Kind häufiger eine Brustentzündung bekommen.

Ebenso kann auch eine Mutter, die die Ernährung des Babys mit der Flasche bevorzugt, zum Beispiel durch einen Milchstau eine Mastitis bekommen.

Brustentzündung: Symptome

So handelt es sich bei den Symptomen der Brustentzündung oft um dem Milchstau ähnliche Beschwerden. In weiterer Folge tauchen oft hohes Fieber, starke Schmerzen und harte, gerötete oder wunde Stellen an der Brust auf. Begleitet werden die äußerlichen Symptome von allgemeinem Schwäche- oder Grippegefühl, Frösteln und Erschöpfung. Da auch die Milchwege betroffen sind, fühlt sich die Brust zudem heiß an und ist geschwollen.

In den meisten Fällen ist nur eine Brust betroffen, doch lässt sich mitunter eine Brustentzündung an beiden Seiten feststellen. In den meisten Fällen tritt die Mastitis zwischen dem 10. und 28. Tag nach der Geburt des Babys auf.

Brustentzündung: Behandlung

Sollte nur eine Brust betroffen und es sich um leichte Symptome handeln, dann verschaffen dieselben Mittel, die man bei der Behandlung eines Milchstaus einsetzt, Linderung. Das Kind sollte an der gesunden Seite gestillt werden, an der entzündeten Brust sollte die Muttermilch abgepumpt werden.

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Wenn nach 24 Stunden kein besserer Zustand erreicht wird oder doch beide Brüste betroffen sind, sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und sich ein für das Baby verträgliche Antibiotikum verschreiben lassen, damit man weiterstillen kann.

Wichtig sind zudem Bettruhe und das Anbringen von kühlenden Kompressen und warmen Umschlägen (vor dem Stillen) auf der Brust, auch ein schmerzstillendes Medikament kann eingenommen werden. Außerdem hilft es, die Brust in regelmäßigen Abständen zu massieren, damit die entzündete Brust geleert wird, um so zusätzlich etwas für die Heilung zu tun. Wichtig ist auch, dass das Baby richtig angelegt wird und vielleicht einmal eine andere Stillposition verwendet wird.

Zudem ist es notwendig, sich so viel wie möglich auszuruhen. Eventuell kann man auch die betroffenen Brustregionen leicht massieren.

Stillen während der Brustentzündung

Auch wenn mitunter starke Schmerzen auftreten, sollte das Stillen während der Brustentzündung keinesfalls ausgesetzt werden. Dies ist wichtig, damit die Milchproduktion nicht gestoppt wird und eine zusätzliche Blockierung/Verstopfung der Milchwege vermieden wird.

Vor dem Stillen sollte die Brust gewärmt werden, um den Milchflussreflex zu begünstigen. Trinkt das Kind die von der Brustentzündung betroffene Brust nicht leer, sollte die restliche Muttermilch mit einer Milchpumpe abgepumpt werden, dies gilt auch für den Fall, wenn das Stillen für die Mutter absolut nicht zu ertragen ist.

Man muss sich übrigens beim Stillen keine Sorge um das Kind machen, denn die Mastitis hat keine negativen Auswirkungen auf das Baby, schließlich können die dafür verantwortlichen Keime aus dem Mund des Babys stammen.